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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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stände von einigem Wertste daran» verschwunden, nnd BettyFlanagan hatte gleich nach ihrer Ankunft diesen Ort erspäht,nnd zu Aufbewahrung ihrer beweglichen Habe, wie auch zu ihremeigenen Schlafgemach ansersehen. Zugleich waren die Ergän-znngswaffen nnd das Gepäck des Corps darin niedergclegt, unddiese vereinigten Schätze der Aufsicht einer Schildwache anvcr-trant, welche vor der Scheune als Schntzposten der Nachhut desHauptquartiers Parade machte. Ein zweiter Soldat, der in derNähe des Hauses zur Bedeckung der Offizierspferde ausgestelltwar, hatte das Gemach von der Seite im Auge, nnd da dieseskeine Fenster nnd außer der Thüre keinen weitern Ansgang hatte,so hielt es der bedächtige Wachtmeister für den geeignetsten Ort,wo er seinen Gefangene» bis zum Augenblick seines Todesgangesversorgen konnte. Sergeant Hollister hatte sich durch mehrereGründe zu dieser Wahl bestimmen lassen. Der eine war die Ab-wesenheit der Wäscherin, welche vor dem Küchenfencr lag, nndvon einem Angriff des Corps gegen den Feind träumte, wobeiihr das Geräusch ihrer Nase als die Angriffsfanfare der VirginierVorkommen mochte. Ein anderer Grund lag in der eigenthüm-lichen Ansicht, welche der Veteran von Leben nnd Tod hegte,und die ihn bei dem Corps in den Geruch einer musterhaftenFrömmigkeit nnd Heiligkeit gebracht hatte. Der Sergeant hattemekr als ein halbes Jahrhundert gelebt,-und die Hälfte dieserZeit in den Waffen zngebracht. Die beständige Wiederkehr plötz-licher Todesfälle vor seinen Augen hatte einen Eindruck ans ihngemacht, welcher von den gewöhnlichen Folgen solcher Begebnissefür die Sittlichkeit sehr verschieden war, und man kannte ihnnicht nur als den charakterfestesten, sondern auch als den zuver-lässigsten Soldaten in seinem Znge, weßhalb ihn anch KapitänLawton in Anerkennung seines Werthes zu seiner Ordonnanz er-nannt hatte.

Der Wachtmeister führte Birch schweigend zu der Thüre sei-