Flanagan. Man sollte denke», die göttliche Freiheit gäbe eineedlere Begeisterung, nnd die Leiden unseres Vaterlandes märenein würdigeres Thema."
„Heisa!" schrie die Wirthin, indem sie mit drohender Geberdeans den Doktor znging, „wer kann mich schmutzig nennen? derMeister Laxantius, der Meister Klystierspritzc —"
„Friede!" sagte Dnnwoodie mit einer nicht viel stärker»Stimme, als gewöhnlich, der. aber dennoch die tiefste Stille folgte.„Weib, verlasch das Zimmer. Und Sie, Doktor Sitgreaves, neh-men Sie Ihren Sitz ein nnd veranlassen Sic keine Störung derFestlichkeit."
„Fortgemacht, fortgemacht," sagte der Wundarzt, indem ersich mit gefaßter Würde wieder niederließ. „Verlassen Sie sichd'rans, Major Dnnwoodie, ich bin nicht unbekannt mit den Re-geln des Decvrnms, und weiß mich recht wohl in die Zugabender Geselligkeit zu fügen."
Betty zog sich eilig, aber ans einigen Umwegen, nach ihremeigenen Territorium zurück, da sie nicht gewohnt war, den Befehlendes kommandirenden Offiziers zu widersprechen.
„Major Dnnwoodie wird »ns mit einem sentimentalen Liedebeehren," sagte Lawton, indem er sich gegen seinen Anführer mitkomischem Ernste verbeugte.
Der Major zögerte einen Augenblick, und sang dann mit kräf-tiger, schöner Stimme die folgenden Wortei
Wohl Mancher liebt der Sonne Glut,
Wo lebenswarm in rascher FlutDes Blutes Welle eilet:
Doch süßer ist das milde Licht.
DaS zitternd sich im Slether bricht,
Non Luna's Strahl ertheilet.
Der Eine liebt der Tulpe Pracht.
Die feurig ihm entgegenlachtIn ihrem stolzen Nicken;
Doch glücklich, wem der Liebe HandDen Kranz aus duft'gen Nosen wand.
Des Bräut'gams Stirn zu schmücken.