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Bewegung Jsabetla's sie das Portrat eines Mannes in der wohl-bekannten Uniform der südlichen Reiterei erkennen ließ. Siehaschte nach Luft und legte unwillkürlich die Hand auf's Herz,um das Wogen desselben zu bewältigen, denn sie glaubte dieselbenZuge zu erkennen, die so tief in ihre eigene Seele eingegrabenwaren. Franziska fühlte, daß es nicht schicklich sei, in das Hci-ligthnm der Geheimnisse Anderer sich einzndrängen; auch banddie Heftigkeit der Aufregung ihre Zunge, und sie zog sich nacheinem Stuhle zurück, von dem ans sie die Fremde noch sehenkonnte, denn es war ihr unmöglich, die Angen von dem Gesichtederselben abznwendcn. Jsabclla war zu sehr von ihren eigene»Gefühlen in Anspruch genommen, um die bebende Gestalt derZeugin ihrer Bewegungen zu bemerken, und drückte das lebloseBild mit einem Feuer an ihre Lippe», welches die heftigste Lei-denschaft verrieth. Der Ausdruck ans dem Antlih der schönenFremden war so wechselnd und die Uebcrgänge so rasch, daßFranziska kaum Zeit hatte, sich eine Vermnthnng über den Cha-rakter einer Erregung zu bilden, bis diese schon wieder durch eineandere gleich ausdrucksvolle und gleich ausfallende verdrängt wurde.Liebe und Gram schienen jedoch die vorherrschenden Züge zu sein;letzterer sprach sich in großen Tropfen ans, welche in rascherAufeinanderfolge von ihren Wangen ans das Gemälde fielen, undein Seelenleiden bekundeten, das zu tief lag, als daß es sich inden gewöhnlichen Schmerzäußcrnngen hätte Luft machen können.Jede Bewegung Jsabella's trug das Gepräge der ihrem Weseneigenthümlichen Ueberspanntheit, und jede Leidenschaft übte derReihe nach in ihrer Brust ein Uebergewiebt. Die Wnth desSturmes, der um das Gebäude pfiff, stand im Einklang mitsolchen Gefühlen; sic erhob sich und trat an das Fenster ihresGemaches. Ihre Gestalt war nun den Angen Franziska's ver-borgen, und diese wollte eben ansstehen, um sich ihrem Gaste zunähern, als auf einmal Töne eines durchdringenden Gesanges