Druckschrift 
6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
Entstehung
Seite
212
Einzelbild herunterladen
 

212

dieses Herrn in Ihren Reihen angerichtet haben;" der Obristsah wieder ernst answie die Hiebe derselben nnansbleiblichden Faden des Lebens durchschnitten, ohne Einem die Hoffnnng zneiner wissenschaftlichen Wiederanknüpsung zn lassen: wie sie Wun-den schlugen, welche der Kunst des erfahrenste» Praktikers Hohnsprechen. Nun berufe ich mich ans Sie, meines Triumphes gewiß sagen Sic, wäre Ihr Corps nicht eben so gut geschlagen wor-den, wenn alle Ihre Leute znm Beispiel den rechten Arm verlorenhätten, als so, wo cs ihnen an die Köpfe ging?"

Der Triumph Ihrer Berufung ist etwas voreilig, Herr!"cntgegncte Wcllmerc.

Wird die Sache der Freiheit nur einen Schritt durch einesolche rücksichtslose Grausamkeit im Felde gefördert?" fuhr derWundarzt fort, der sich nicht gerne von seinem Licblingsthemaabbringen ließ.

Ich muß erst noch lernen, ob die Sache der Freiheit über-haupt durch die Dienste eines Mannes in der Rebellenarmee ge-fördert wird," versetzte der Obrist.

Nicht die Sache der Freiheit? Guter Gott, für was kämpfenwir denn?"

Für die der Sklaverei, Sir; ja, nur für die der Sklaverei.Ihr setzt die Tyrannei eines Pöbels ans den Thron eines gütigen,milden Fürsten. Was hat denn Eure gepriesene Freiheit füreinen Halr?"

Einen Halt?" wiederholte der Wundarzt mit Unwillen, alser eine so absprechende Beschuldigung gegen eine Sache vernahm,die ihm seit Jahren als heilig erschienen war.

Ja, Herr, was hat sie für einen Halt? Euer wohlweiscrKongreß hat ein Manifest erlassen, in welchem die Gleichheit po-litischer Rechte proklamirt wird."

Das ist wahr, und 's ist ein ganz schöner Aufsatz."

Ich spreche nicht von dem Aufsatz; aber wenn er eine