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der Verwandschaft übersteigt. Er hat unseres Vaters Hans zneinem Spital gemacht."
„Wir sollten dankbar dafür sein, daß cs keine Kranken zu be-herbergen hat, welche uns näher angehcn."
„Dein Bruder ist einer davon."
„Wahr, wahr," fiel Franziska bis an die Schläfen errvthendein; „aber er kann das Zimmer verlassen, und hält das Vergnügen,bei den Seinigen zn weilen, durch seine Wunde nicht für zn thencrerkauft. Wenn nur," fügte sie mit bebenden Lippen bei, „derschreckliche Verdacht beseitigt wäre, der ans seinem Besuche hastet —ich würde dann seine Verwundung nicht hoch anschlagen."
„Du hast nun die Früchte der Rebellion in unserem eigenenHanse. Der Bruder verwundet, gefangen, vielleicht ei» Schlacht-vpfer, der Vater in Kummer und Sorge, in seiner häuslichenRuhe gestört, und möglicher Weise sogar seines Besitzthnms be-raubt, weil er seinem Könige treu ist."
Franziska setzte ihren Spaziergang schweigend fort. Währendsie nach dem nördlichen Eingänge zum Thale blickte, waren ihreAngen fest ans den Punkt gerichtet, wo sich der Weg plötzlich hin-ter einem Bergvorsprnng verlor, und vor jeder Wendung, welcheihr die Stelle ans dem Gesichte rückte, zögerte sie, bis eine unge-duldige Bewegung der Schwester sie zur Eile trieb, um mit der-selben gleichen Schritt zn halten. Endlich sah man eine Chaise,nur von einem Pferde geführt, langsam und vorsichtig ihren Wegdurch die Steine suchen, welche die sich dnrclsts Thal windende Land-straße uneben machten, und gegen das Landhaus her einlenken.Franziska's Farbe wechselte, als der Wagen allmählig näherkam; und wie sie erst eine weibliche Gestalt an der Seite einesschwarzen Bedienten darin crkeünen konnte, bebten ihre Gliedervon innerer Bewegung, das; sie sich auf Sara stützen mußte. EinigeMinuten später langten die Reisenden am Hofthore an. Es wurdevon dem der Kutsche folgenden Dragoner — demselben, welchen