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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Seite
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daher durch den laugen Gang, der zwischen allen Gemächern desGebäudes hinlief, bei welcher Gelegenheit sie bemerkte, das; dieThüre zu Singletons Zimmer offen stand. Der verwundete Jüng-ling war allein und schien zn schlafen. Sie wagte es daher, leiseeinzntreten, und beschäftigte fleh einige Minuten mit dem Ordnender Tische nnd dem Znrechtstellen der für de» Kranken bestimmtenErfrischunge», ohne zn wissen, was sie that, indem sie sich viel-leicht «»bildete, diese wenigen weiblichen Dienstleistungen gälteneinem andern. Die natürliche Glut ihrer Wangen war durch denWink des Wundarztes noch erhöht wurde», vhne das: sich das Feuerihrer Auge» im geringsten vermindert hätte. Die Tritte des sichnähernden Doktors veranlagte» sie jedoch, schleunig mittelst einerNebenrreppc an die Seite ihrer Schwester znrückznkehren. BeideMädchen suchten nun frische Lust in dem Sänlengange vor demHanse, nnd während sie Arm in Arm mit einander ans und abgingen, entspann sich zwischen ihnen das folgende Gespräch:

Dieser Wundarzt des Majors Dnnwoodic hat etwas Wider-liches an sich, so das; ich ihn von Herzen gerne hinweg wünschenmöchte," sagte Sara.

Franziska richtete ihr lachendes Auge ans die Schwester, vhneetwas zn entgegnen; Sara wußte jedoch den Ausdruck desselbenzu deuten, nnd fügte hastig bei:

Doch ich oergeffe, daß er zn den berufenen Corps der Vir-ginier gehört, nnd das; man deßhalb nur mit Ehrfurcht von ihmsprechen darf."

Mit so viel Achtung, als dir beliebt, liebe Schwester; es istnicht zu besorgen, das; du hierin mehr thnest, als mit Recht ver-langt werden kann."

Nach deiner Meinung freilich nicht," sagte die ältere miteiniger Wärme;aber es kömmt mir vor, als ob sich Herr Dnn-woodie eine Freiheit heransgenommen habe, welche die Rechte