183
und es fällt mir bei, daß icl, schon etliche Male vom Pferde ge-stürzt bin; aber, Sitgreavcs —" fuhr er mit Nachdruck fort, in-dem er auf eine Narbe seines Körpers deutete — „erinnern Siesich noch dieses Stückchens Arbeit?"
„Vollkommen, Jack; sie wnrde brav gefaßt und prächtig her-auSgczogen. Aber glauben Sie nicht, es wäre besser, etwas Oelans diese Quetschungen anzmvenden?"
„Ohne Zweifel," entgegnete Lawton mit unerwarteter Nach-giebigkeit.
„Nun, mein lieber Junge," rief der Doktor freudig, indem erdas ancmpfohlene Linderungsmittel gleich selber in die beschädig-ten Stelle» cinricb, „glauben Sie nicht, cs nKre besser gewesen,wenn man es schon gestern Nacht gethan hätte?"
„Ganz wahrscheinlich."
„Ja, Jack, wenn Sie mich aber einen Aderlaß hätten vorneh-men lassen, als ich Sie zuerst sah, so würde das Ihnen einenunendlich wesentlicheren Dienst geleistet haben."
„Niästs vom Aderlässen," sagte der Andere entschieden.
„Es ist nun zu spät; aber eine Dosis Ricinns-Oel würde diebösen Säfte ganz prächtig abführen."
Der Rittmeister erwiederte hierauf nichts, biß aber die Zähnein einer Weise zusammen, welche wohl erkennen ließ, daß die Festeseines Mundes nicht ohne entschlossenen Widerstand angegriffenwerde» könne, und der erfahrene Arzt wechselte daher den Gegen-stand der Unterhaltung.
„Es ist doch Schade, John," sagte er, „daß Sie den Schuftnicht fingen, nachdem Sie sich um seinetwillen so vieler Müheund Gefahr unterzogen hatten."
Der Dragoner-Rittmeister gab keine Antwort, und der Wund-arzt fuhr, während er den Verband an die verwundete Schulterlegte, fort:
„Wenn ich überhaupt einmal wünschen könnte, ein Menschenleben