151
einzelnes Gelände, das unbewohnt »nd dem Einsturze nahe war.Die Nachbarschaft der streitenden Heere hatte fast jede Spur desFeldbaues ans der Gegend verbannt, denn der Landwirts) wandtevergeblich seine Zeit und den Fleiß seiner Hände ans, da einegefüllte Kornkammer dem nächsten besten fouragirenden Reiter-Hansen als eine willkommene Beute erschien. Niemand bebauteden Boden in einer andern Absicht, als um die nöthigsten Mittelzur Erhaltung des Lebens zu gewinnen, und nur diejenigen machteneine Ausnahme, welche einer der sich gegennberstehenden Armeennahe genug lagen, um gegen einen Ueberfall der leichten Truppendes feindlichen Heeres gesichert zu sein. Solchen bot jedoch derKrieg eine goldene Ernte, zumalen denjenigen, welche sich desVortheils erfreuten, ihre Erzeugnisse an die brittische Armee ab-seyen zu können. Herr Wharton bedurfte seines Eigenthnms nichtznm Zwecke seines Lebensunterhalts, und fügte sich daher gernein die vorsichtige Politik des Tages, indem er sich nur auf dieErzeugung solcher Artikel beschränkte, welche bald in seinen eige-nen Mauern anfgezehrt werden konnten, oder sich leicht vor denspähenden Angen einer fouragirenden Mannschaft verbergen ließen.In Folge dessen hatte der Grund, auf welchem das Gefecht ge-liefert worden, kein einziges bewohntes Gebäude, als das, welchesdem Vater von Harvey Birch zugehörte. Dieses Hans standzwischen dem Platze, wo die Cavalleric aneinander gcrathen war, unddem, wo der Angriff auf Wellmere's Fußvolk stattgefunden hatte.
Der Tag war für Katy Haynes furchtbar an Ereignissen ge-wesen. Die kluge Haushälterin hatte hinsichtlich ihrer politischenGefühle stets die strengste Neutralität beobachtet. Ihre Verwand-ten standen auf der Seite des Vaterlandes, aber die umsichtigeJungfrau verlor, wie so manche Frauenzimmer mit glänzenderenHoffnungen, nie den wichtige» Moment ans dem Auge, an dem
j man von ihr das Opfer der Vaterlandsliebe auf dem Altar der häus-
2 lichen Eintracht fordern könnte. Und doch erregte es dem guten
b
z