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Gastfreundschaft. Als er in dieser Absicht durch den Vorsaal ging,begegnete ihm der Wundarzt, welcher seinen Arm so geschickt ver-bunden hatte, und eben im Begriff war, sich zu dem verwundetenOffizier zu begeben.
„Ah!" rief der Schüler des Aesknlap, „ich sehe, es gehtIhnen gut. Aber halt! Haben Sie eine Stecknadel?—Nicht?—hier habe ich eine. — Sie muffen Ihre Wunde gegen den Luftzugschuhen, sonst könnten noch einige Jüngere mit Ihnen zu thnnbekommen."
„Behüte Gott," brummte der Kapitän leise, indem er sorg-fältig seinen Verband ordnete — als ans einmal Dnnwoodie sichin der Thüre zeigte, und mit lauter, ungeduldiger Stimme rief:
„Beeilen Sie sich, Sitgrcaves, beeilen Sie sich, oder GeorgSingleton wird sich zu Tode bluten."
„Was! Singleton! Gott behüte! Lieber Himmel — ist csGeorg — der arme kleine Georg?" rief der Arzt, indem er mitaugenscheinlicher Bekümmernis! seinen Schritt beschleunigte undan die Seite des Krankenbettes eilte. „Er lebt doch noch, undso lange Leben da ist, ist Hoffnung vorhanden. Dies; ist heute dererste ernstliche Fall, wo der Patient nicht schon todt war. Kapi-tän Lawton lehrt seine Leute mit so wenig Schonung zuhauen.Armer Georg — bei Gott, cs ist eine Mnsketenkngcl."
Der junge Leidende richtete die Augen ans den Mann derWissenschaft und mühte sich, ihm mit einem matten Lächeln dieHand entgegenznstrecken. Es lag eine Aufforderung in dem Blickund der Geberde, welche dem Wundarzt tief zu Herzen ging. Ernahm seine Brille ab, um sich ein ungewohntes Naß ans denAngen zu wischen, und ging dann sorgfältig an die Ausübungseiner Pflicht. Während der »vthigen Vorbereitungen machte erjedoch seinen Gefühlen einigermaßen durch Worte Luft:
„Wenn cs nur eine Kugel ist, so habe ich stets einige Hoff-nung; sie trifft nicht immer das Leben; aber, dn guter Gott,