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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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den Tobten sein. Ich wollte eben sagen, baß er sehr bekümmertist wegen Kapitän Singletons Tob: wenn ich aber gewußt hätte,daß die Lady so große Stücke ans ihn hält, so würbe ich nichtso frei mit meiner Rede hcransgegangen sein."

Franziska erhob sich nnn schnell von ihrem Stuhle, stützte sichmit Wangen, ans denen sich die Glut der Verwirrung kund gab,ans ihre Tante und war im Begriff, bas Zimmer zu verlassen, alsDnnwoodie selbst erschien. Die erste Regung des ergriffenen Mäd-chens war die einer ungetrübten Freude; in dem nächsten Augen-blicke bebte sie aber erblassend vor dem ungewöhnlichen Ausdrucke,welcher sich ans seinem Gesichte lagerte, zurück. Der Ernst desKampfes furchte noch seine Stirne und sein Auge blickte starr undstrenge. Das zärtliche Lächeln, welches sonst bei dem Anblicke derGeliebten auf seinem sonnverbrannten Gesichte strahlte, war demtrüben Blicke der Sorge gewichen, seine ganze Seele war nur vonEiner überwältigenden Erregung ergriffen, und ohne weitere Vor-bereitungen ging er zu seinem Zwecke über.

Herr Wharton," begann er mit Ernst,in Zeiten, wie diegegenwärtige, dürfen wir uns nicht lange bei leeren Komplimen-ten anshalten. Einer meiner Offiziere ist, wie ich fürchte, aufden Tod verwundet, nnd auf Ihre Gastfreundschaft rechnend,habe ich ihn gleich mit hieher gebracht."

Es freut mich, mein Herr, daß Sie das gcthan haben," sagteHerr Wharton, welcher wohl begriff, wie wichtig es für ihn war,den amerikanischen Truppen eine Verbindlichkeit anfznerlegen;Der Bedürftige ist immer willkommen, nnd doppelt, wenn erein Freund des Major Dnnwoodie ist."

Ich danke Ihnen, mein Herr, sowohl in meinem Namen,als in dem Namen dessen, der außer Stand ist, Ihnen seinen Dankabznstattcn/'cntgcgnetc der Andere schnell.Wenn Sie es also erlau-ben, so wollen wir ihn an einen Ort bringen, wo ihn der Wundarztunverzüglich untersuchen nnd über seinen Zustand berichten kann."