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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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erst zogen sie sich mit der Furchtsamkeit ihres Geschlechts nacheinem inner» Zimmer zurück. Nicht so Franziska; sie eiltenach dem Gemache, wo sie Dnnwoodic verlassen hatte, und ver-folgte von einem der Fenster jede seiner Bewegungen mit derinnigsten Theilnahme. Die Schwenkungen der Züge und anderetodbringende Vorbereitungen blieben alles unbeachtet; sie sah nurihre» Geliebten, indes; in ihrem Inner» Bewunderung mit demGefühle der tödtlichsten Angst wechselte. In einem Augenblickströmte ihr das Blut znm Herzen, wenn sie den jungen Krieger,seine Leute ermnthigend und belebend, durch die Reihen reitensah; und in dem nächsten erstarrte es bei dem Gedanken, das;gerade diese Tapferkeit, welche sie so sehr schätzte, ein Grab zwi-schen ihr und dem Gegenstand ihrer Betrachtung öffnen könne.Sie blieb am Fenster, bis sic nicht mehr hin zu schauen vermochte.

In einem Felde links von dem Landhanse und unfern derNachhut des Geschwaders befand sich eine kleine Gruppe, welchesich mit ganz andern Dingen, als die, welche um sie vorgingen,zu beschäftigen schien. Sie bestand ans zwei Männern und einemMnlattcnknabc». Die hervorstechendste Person dieser Gesellschaftwar ein Man», dessen Magerkeit seine hohe Gestalt noch über-mäßiger erscheinen lies;. Er trug eine Brille, war unbewaffnetund »»beritte», »nd schien seine Aufmerksamkeit zwischen einerCigarre, einem Buche und den Ereignissen in der Ebene zu thcilen.Franziska faßte den Entschluß, diesen Leuten ein Bittet zur Be-sorgung an Dnnwoodie zngehcn zu lassen. Sie schrieb daher eiligmit dem Bleistift:Kommen Sie zu mir, Pepton, wenn es auchnur ans einen Augenblick wäre;" und Cäsar tauchte ans der Keller-küche auf,' vorsichtig hinter dem Gebäude vorbei schleichend, umder Wache in der Vorhalle nicht zu begegnen, welche mit derHöflichkeit eines gemeinen Reiters geboten hatte, das; Niemandvon der Familie das Hans verlassen solle. Der Schwarze über-lieferte das Schreiben dem Herrn, mit der Bitte, es an Major