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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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suchte, welche ihm der schreienden Farben wegen besonderer Beach-tung würdig schienen. Endlich hatte sich Sara mehrere Artikelansgelesen, und nachdem die Preise zur Zufriedenheit abgehandeltwaren, bemerkte sic in heiterem Tone:

Aber, Harvey, Ihr habt uns noch nichts Neues erzählt! HatLord Cornwallis die Rebellen wieder geschlagen?"

Die Frage mußte überhört worden sein, denn der Hansirer be-grub sich fast ganz in seinen Pack, brachte eine Partie Epikenvon äußerster Schönheit zum Vorschein, und hielt sie der Damevor die Augen, »m sie von ihr bewundern zu lassen. Miß Peptonliest die Taffe, welche sie eben abtrocknete, ans der Hand fallen,und Franziska, welche bisher nur eines ihrer schelmischen Angenhatte sehen lassen, ließ nun das ganze liebliche Antlitz zum Vor-schein kommen, das von einer Glut strahlte, welche den Purpurder Damastvorhänge beschämte, von denen es bisher neidisch ver-hüllt gewesen war.

Die Tante verließ ihr Geschäft, und bald hatte Birch einengroßen Theil dieses wcrthvollen Artikels abgcsetzt. Die Lobsprücheder Dame hatten endlich auch die ganze Gestalt der junger»Schwester sichtbar werden lassen, und Franziska stand eben lang-sam vom Fenster ans, als Sara ihre Frage mit einer Lebhaftig-keit der Stimme wiederholte, welche mehr in dem Vergnügen überihren Kauf, als in der Tiefe der politischen Gefühle ihren Grundhaben mochte. Die jüngere Schwester nahm ihren Sitz wiederein, und schien sich mit dem Zuge der Wolken zu beschäftigen,indes; der Krämer, als er bemerkte, daß eine Antwort erwartetwerde, langsam crwiederte:

Man spricht nuten ein wenig davon, Tarleton habe den Ge-neral Snmpter am Tigerflnffe geschlagen."

Kapitän Wharton streckte jetzt unwillkürlich seinen Kopf hin-ter dem Vorhang hervor in's Zimmer, und Franziska horchte mitathcmlosen Schweigen, wobei sie zugleich bemerkte, daß Harper die