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6 (1853) Der Spion : eine amerikanische Erzählung aus dem Jahre 1780
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Und Sie, Miß Franziska, sehnen Sie sich anch so sehr nachdem Frieden, wie Ihre Schwester?"

In mancher Hinsicht gewiß," erwiederte das Mädchen, indemsie einen furchtsamen Blick auf den Frager warf; da sie aber inseinem Gesichte demselben Ansdrucke des Wohlwollens begegnete,wie früher, so fuhr sie mit leuchtendem Antlitz und einem spre-chenden, sinnigen Lächeln fort:aber nicht auf Kosten der Rechtemeiner Landsleute."

Rechte?" wiederholte ihre Schwester ungeduldig.WessenRechte können gewichtiger sein, als die eines Souveräns? undwelche Pflicht ist klarer, als der Gehorsam gegen diejenigen, welcheein natürliches Recht zu befehlen haben?"

Gewiß, keine," sagte Franziska mit scherzender Heiterkeit,faßte zärtlich die Hand ihrer Schwester mit der ihrigen, und fügtemit einem Lächeln gegen Harper bei:

Ich habe ihnen bereits bemerkt, daß meine Schwester anderepolitische Ansichten hat, als ich. Wir haben aber einen unpar-teiischen Schiedsrichter in unserem Vater, welcher seine Landsleuteund die Engländer liebt, und daher bei keinen von Beiden Parteinimmt."

Ja," sagte Herr Wharton, indem er etwas beunruhigt zuerstden einen, dann den andern seiner Gäste anblickte;ich habe naheFreunde in beiden Armeen, und fürchte den Sieg einer jeden, weiler die Quelle eines mich näher angehenden Unglücks werden kann."

Ich denke, Sic werden in dieser Hinsicht wenig von denJankee's zu befürchten haben," unterbrach ihn der an dem Tischesitzende Gast, indem er sich wieder ein Glas ans der bewundertenFlasche füllte.

Seine Majestät mag erfahrenere Truppen haben, als der Kon-greß," erwiederte der Wirth ängstlich,aber die Amerikaner habensie mit einem ausgezeichneten Erfolg bekämpft."

Harper achtete nicht auf die Bemerkungen der sprechenden