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10 (1880) Philopoemen und Titus Quinctius Flamininus
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Cap. 7.

Als jetzt Philippus Gesandte nach Nom schickte, that Titusseinerseits das Gleiche, um durch sie zu bewirken, das; der Senat imFalle der Fortdauer des Krieges ihm sein Kommando verlängern, imandern Falle ihn mit dem Abschluß des Friedens beauftragen sollte.Denn bei dem Ehrgeiz, den er besaß, fürchtete er außerordentlich, desRuhmes beraubt zu werden, sobald man für den Krieg einen andernFeldherrn sende. Seine Freunde setzten es für ihn durch, daß Philip-pus mit seinem Ansuchen abgewiesen wurde und das Oberkommandoim Kriege dem Titus erhalten blieb.

Nach Empfang dieses Beschlusses zog er, voll der kühnsten Hoff-nungen, unverzüglich nach Thessalien, um den Krieg mit Philippuszu beendigen. Er gebot über ein Heer von mehr als 26,000 Mann,wozu Aetolien 6,000 Mann Fußvolk nebst 400 Reitern stellte.Uebrigens war auch die Armee des Philippus an Zahl nicht minderbedeutend.

Als man sich gegenseitig näher rückte und nun in der Gegendvon Skotusa stand, erwartete man hier ein entscheidendes Treffen.Hiebei faßten die Armeen keineswegs, wie dies; zu erwarten gewesenwäre, ihre gegenseitige Nachbarschaft von der Seite der Furcht auf.Im Gegentheil steigerte sich dadurch nur ihr Feuer und ihr Ehrgeiz.Die Römer schmeichelten sich mit einem Siege über die Makedonier,deren Name durch Alexander bei ihnen im höchsten Rufe der Machtund Stärke stand; die Makedonier dagegen, in deren Augen die Rö-mer hoch über den Persern standen, hofften im Falle des Gelingensdem Philippus einen noch weit größeren Glanz zu erringen, als ihnAlexander einst besessen hatte.

Titus ermahnte nun seine Soldaten noch besonders zur Tapfer-keit und zum Muthe, indem er ihnen vorstellte, daß sie auf dem schön-sten Schauplatze in Griechenland und mit den ausgezeichnetsten Geg-nern den großen Kampf auszufechten im Begriffe ständen.

Philippus dagegen beging einen sehr ungeschickten Fehler. Warcs Zufall, oder geschah es im Eifer, — kurz, er trat, ohne es zu