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Cap. 6.
Das Meiste schloß sich ihm in vollständiger Ruhe an. In Böo-tien, das er ganz friedlich durchzog, kamen ihm die vornehmstenThebauer zur Bewillkommnung entgegen, indem sie, wiewohl durchBrachyllas' Einfluß makedonisch gesinnt, dennoch dem Titus ihreHochachtung und Ehrfurcht zu beweisen suchten, weil sie mit beidenTheilen im Frieden stünden. Titus, der ganz herzlich mit ihnensprach und ihnen die Rechte bot, rückte dabei langsam auf dem Wegevoran, machte Fragen, erkundigte sich nach Diesem und Jenem, erzählteauch selbst Einiges und hielt sie dadurch absichtlich hin, bis er seineSoldaten vom Marsche herbeigezogen hatte. Jetzt ging es wiedervorwärts und er zog mit den Thebanern in ihre Stadt hinein.Zwar machte ihnen dich keine sonderliche Freude, aber sie wagtennicht, es ihm zu verwehren, weil eine ziemliche Anzahl von Sol-daten nachrückts.,
Nachdem er jedoch drinnen war, that Titus, als ob er nicht dieStadt in seiner Gewalt hätte; er sprach vielmehr den Thebanernnur zu, aus römische Seite überzutreten, wobei ihn der König Atta-las *) mit seinen Worten unterstützte und die Thebaner auf's ernstlichsteermahnte.
Attalus setzte, wie cs scheint, eine Ehre darein, sich dem Titusals eifrigen Redner zu erweisen, aber er that es in einem Grade, densein Alter nicht mehr erlaubte. Mitten im Sprechen bekam er einenKrampf, oder einen Schlagansall, verlor plötzlich das Bewußtseinund stürzte zu Boden. Man brachte ihn zu Schiffe nach Asien zu-rück, wo bald daraus sein Tod erfolgte. Die Böotier traten aus Sei-ten der Römer.
»> Attalus I., König von PergamuS, ein als Staatsmann, Krieger, Knnsi-freund und Mensch sehr lobenSwerther Fürst, starb im 73. Jahr. Er hattebei den Römern und Aetoliern hauptsächlich eins Unterstützung gegen die Syriergesucht.