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eine Enthüllung der zu Grunde liegenden Schlechtigkeit in Folge dererlangten Macht zu nennen ist? Doch dies; sind Fragen, deren ein-gehende Beantwortung einer andern Untersuchung Vorbehalten bleibt.
Cap. 31.
Sulla gab sich jetzt überhaupt nur mit Mord und Todtschlagab. Es gab in der Stadt nichts mehr, als Hinrichtungen, die keineZahl und keine Gränzc kannten. Viele Menschen wurden auch bloßin Folge von Privatfeindschaften umgcbracht, ohne daß sie das Ge-ringste mit Sulla zu schassen hatten. Er gestattete cs eben, um seinenUmgebungen eine Gefälligkeit zu erzeigen.
Da wagte es ein junger Mann, Cajns Metellus, im Senateden Sulla zu fragen: „wann dieser Jammer einmal ein Ziel findenwerde und wie weit er noch zu gehen beabsichtige, bis man ein Endedes gegenwärtigen Verfahrens erwarten dürfe? Der Zweck unsererBitte," sagteer, „geht keineswegs dahin, diejenigen, deren Tod dubeschlossen hast, von der Strafe zu befreien, sondern nur Solche,deren Leben du beschlossen hast, von der Ungewißheit!" Sullaerwiderte: „er wisse noch nicht, wem er das Leben schenken werde,"worauf ihn Metellns mit den Worten unterbrach: „nun, so gib an,wen du bestrafen willst!" — „Das wolle er thnn!" erwiderte Sulla.
Doch behaupten einige Schriftsteller, daß die letzte Aeußcruugnicht von Metellus, sondern von einem gewissen Fusidius gemachtworden sei, der zu dem Schweife Sulla's gehörte.
Sulla ließ nun augenblicklich achtzig Aechtnngen anschlagen,ohne irgend einer Behörde hievon Mittheilnng zu machen. Als sichdeßhalb eine allgemeine Unzufriedenheit kundgab, so ächtete er gleicham nächstfolgenden Tage zweihnndertundzwanzig weitere Personen,sodann am dritten eine nicht geringere Anzahl.
Hierüber äußerte er sich in einer öffentlichen Rede dahin: „daßer nur eben Solche geächtet habe, die ihm gerade eingefallen; beiAnderen, die ihm für jetzt entfallen seien, werde die BekanntmachungNachfolgen."
Bei diesen Aechtnngen bestimmte er zugleich für Jeden, der einenGeächteten aufnehme oder ihm durchhclfe, die Todesstrafe (— als