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richten, sondern war durchweg in seinen Unternehmungen unglücklich,fiel bei dem Volke in Ungnade und mußte zuletzt als Verbannter seineVaterstadt verlassen.
Sulla dagegen ließ ein solches Bestreben, ihn als einen „glück-lichen" Menschen zu preisen, nicht nur gerne zu, sondern ersuchteauch selbst seine Thaten noch mehr zu heben und gleichsam zu ver-göttern , indem er sie dem Glücke zuschricb. Ob dies; eine Prahlereioder wirklich seine religiöse Uebcrzcugung war, läßt sich nicht ent-scheiden. In seinen Memoiren äußert er: „daß von Allem, was näch-ster als sein wohlüberlegter Plan erschien, diejenigen Unternehmungenimmer am besten ausgefallen seien, welche er nicht nach bewußterAbsicht, sondern nach den Umständen zu machen gewagt." In eineranderen Stelle heißt es: „daß er mehr für das Glück, als für denKrieg geboren sei!" Auch hier scheint er offenbar dem Glück einegrößere Bedeutung zu geben, als der Tapferkeit, und sich selbst durch-aus zu einem Manne des Schicksals zu machen. So findet er dieUrsache seines guten Einvernehmens mit Mctellus*), seinem Amts-genossen und nahen Verwandten, gleichfalls in einer günstigen Fü-gung des Himmels; denn während er von diesem Manne viele Wider-wärtigkeiten erfahren mußte, habe er vielmehr bei ihrer gemeinschaft-lichen Amtsführung stets nur die größte Freundlichkeit von ihm ge-nossen. Ferner ermahnt Sulla in seinen, dem Lucullus gewidmeten,Denkwürdigkeiten den Letzteren ernstlich, „doch ja nichts für so zu-verlässig zu halten, als was ihm die Gottheit im Traum nnbefehle!"
Als er mit Truppen in den Bundesgenossenkrieg abgesandtwurde, so entstand, wie er selbst erzählt, ein großer Erdschlund beidem Haine der Laverna**). Daraus quoll Feuer in Masse hervor,und eine Helle Flammcnsüule erhob sich gen Himmel. Auch dieWahrsager hatten hieraus erklärt, daß ein tapferer Mann von unge-wöhnlichem , hübschem Aussehen die Herrschaft erlangen und sodanndie Stadt von ihren jetzigen Ruhestörungen befreien würde.
*) QnintuS Cacilius MetclluS Pius,
»*) Laverna war die Göttin der Diebe, welche einen Hain und Altar altder von ihr benannten xvrt» iNavornali» hatte.