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licht und Erziehung einen festen Platz, ein Fundament gewonnenhaben für die äußeren Güter, schleppen und tragen sie dieselben be-reits zusammen und können daher natürlich die Unersättlichkeit ihrerSeele niemals befriedigen.
Marius starb nun also, nachdem er noch siebzehn Tage von sei-nem siebenten Konsulat erlebt hatte. Alsbald herrschte zu Romwieder Freude und Vertrauen in hohem Grade, weil man sich voneiner schweren Tyrannei befreit fühlte.
In wenigen Tagen merkte man jedock, daß man statt eines altenDespoten nur einen neuen, mit voller Jugendkraft ausgestatteten,eingetauscht hatte. So groß war die Grausamkeit und Erbitterung,welche sein Sohn, der junge Marius, an den Tag legte, als er dievornehmsten und angesehensten Männer ermorden ließ!
Man glaubte jedoch, in ihm eine unternehmende, dem Feindegegenüber kühne Persönlichkeit zu sehen, weßhalb man ihn anfänglicheinen „Sohn des Mars" nannte. Bald fand man auch diese Er-wartung durck seine Handlungen widerlegt, und jetzt hieß er wiederein — „Sohn der Venus!"
Zuletzt wurde er von Sulla in Präneste eingeschlossen. Nachvielen vergeblichen Versuchen, sein Leben zu retten, sah er bei derEroberung der Stadt keinen Ausweg mehr offen und endete als —Selbstmörder.
Druck von C. Hoffmami in Stuttgart.