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8 (1865) C. Marius
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Jetzt sab man, wie auch die Verhältnisse der Gast- oder derpersönlichen Freundschaft im Unglück so gar nicht Stand halten.Denn cs waren deren nur äußerst Wenige, die ihre Freunde, welchebei ihnen eine Zuflucht suchten, nicht an ihre Mörder verriethen.

Um so mehr Anerkennung und Bewunderung verdienen dieSklaven des Cornutus, welche ihren Herrn daheim versteckten, irgendeinen von den vielen Leichnamen am Halse aufhängten, ihn mit einemgoldenen Fingerring ausstattctcn, so den Schergen des Marius zeig-ten und zuletzt mit allen Ehren, wie wenn er es selbst wäre, begru-ben, Kein Mensch schöpfte den geringsten Verdacht; aber Eornutuskonnte auf diese Weise, unentdeckt, von seinen Skavcn nach Gallienhinübcrgebracht werden.

Cap. 44 .

Auch Marcus Antonius*) fand einen wackeren Freund und wardennoch unglücklich. Dieser Freund war nämlich unbemittelt undaus dem niedrigen Volke. Da er nun den ersten Mann von Romin's Haus aufgenomnlen hatte und ihm, soweit es die Verhältnissegestatteten, seine Liebe bezeigen wollte, so schickte er einmal einenSklaven zu einem der benachbarten Schenkwirthe, um Wein zu holen.Da der Sklave den Wein genauer versuchte und besseren verlangte,so fragte der Schenkwirt!): „was denn der Grund sei, daß er nicht,wie gewöhnlich, neuen, geringen kaufe, sondern vom starken undibeurern?" Offenherzig sagte nun Jener, weil er den Wirth für einenvertrauten, guten Bekannten hielt: „sein Herr wolle damit dem Mar-cus Antonius aufwartcn, der bei ihm versteckt sei!"

Der gotteSvergeffene, schnöde Schcnkwirth ließ kaum den Skla-ven sich entfernen, als er gestreckten Laufs zu Marius eilte, der be-reits an der Tafel saß. Er wurde eingesührt und machte das Aner-bieten, ihm den Antonius in die Hände zu liefern. Wie MariusLieß hörte, soll er laut aufgeschrieen und vor Vergnügen mit denHänden geklatscht haben. Wenig fehlte, so stand er aus und jagteselber nach dem Orte.

Der Großvater des späteren Trnnnvirö, ein berühmter Redner.