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8 (1865) C. Marius
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Cap. 42 .

Nachdem er Einna begrüßt und an die Soldaten eine An-sprache gehalten hatte, ging er frisch an's Werk und bewirkte schnelleine große Veränderung in der Sachlage.

Vor Allem schnitt er mit seinen Schiffen die Gctreidczufuhrenab, plünderte die Kauflcute und bemächtigte sich auf Liese Weise desMarktes. Hierauf segelte er an die Küstenstädtc und eroberte sic.Zuletzt nahm er auch Ostia selbst weg mittelst Verraths, ließ allesWerthvolle plündern und den größten Theil der Einwohner nieder-metzeln; auch schnitt er durch eine Brücke, die er über den Fluß scblug,Len Feinden alle die reichen Subsistenzmittel völlig ab, die sie vonder See bezogen.

Jetzt brach er mit seiner Armee auf, um gegen die Hauptstadtvorzurücken. Es gelang ihm, den Berg Janiculum zu besetzen, indemOctavius nicht sowohl durch Unklugheit seiner Sache schadete, alsvielmehr zu seinem größten Nachtheile, — vor lauter pedantischerBerücksichtigung aller Rechte, die zweckmäßigsten Maßregeln verab-säumte. So wurde er vielfach aufgcsordert, die Sklaven zur Freiheitaufzurufen, aber er erklärte, „der dienstbaren Klasse keinen Antheilam Vaterlande geben zu wollen, von welchem er im Kampfe für dasGesetz einen Casus Marius ausschließe!"

Aber nun kam MctelluS nach Rom, — der Sohn desjenigenMctellus, der in Afrika Oberbefehlshaber gewesen und von Mariusvertrieben worden war. Dieser Mann*) besaß offenbar in weithöherem Grade, als Octavius, die Eigenschaften eines Feldherrn.Deßwegen verließen die Soldaten den Octavius und kamen zu ihmmit der Bitte, den Befehl zu übernehmen und die Hauptstadt zuretten. Sie versicherten, tapfer kämpfen und gewiß den Sieg erringen

') G. Cäeil. Metellus Pius stand damals eigentlich gegen die Samniter imFelde. welche nach vom BundeSgenostenkriege her im Ausruhr waren. Der Senat de-sahl ihm einen Friedcnsadschluh. allein man ward nicht einig. Marius, der dich er-fuhr. bot den Feinden diel günstigere Bedingungen. wehhalb sie sich aus besten Seiteschlugen.