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anerkennenden Worte und versicherte sie seiner getrosten Stimmung,die er auf ein günstiges Zeichen begründete, welches ihm gewordensei. Dieß bestand in Folgendem:
Als er transportirt wurde und bereits bei Fannia's Hause an-gekommen war, so sprang beim Oeffncn dcrThüre ein Esel in vollemGalopp heraus, um aus dem lausenden Brunnen, der in der Nahewar, zu trinken. Er warf einen kecken, fröhlichen Blick auf MariuS,blieb dann zuerst iihm gegenüber stehen, ließ hierauf ein Helles Ge-wieher ertönen, und galoppirtc zuletzt in vollem Muthwillcn an ihmvorüber.
Daraus zog nun Marius seine Schlüsse und behauptete, daßihm der Himmel mehr vermittelst der Sec, als vermittelst des Lan-des einen Rettungsweg anzeigc; denn der Esel habe sich um dastrockene Futter nicht bekümmert, sondern sei, von ihm weg, sogleichdem Wasser zugelaufen.
Nach diesem Gespräche mit Fannia blieb er für sich allein, umauszuruhen, und hatte besohlen, die Thüre des Zimmers abzuschließen.
Cap. 39.
In der Berathung der Behörden und Rathsherren von Min-turnä wurde indessen beschlossen, nicht länger zu säumen, sondern denGefangenen umbringcn zu lassen. Von den Bürgern selbst unterzogsich jedoch Niemand der Ausführung; wohl aber fand sich ein Reitervon gallischer oder cimbrischer Abkunft (denn Beides wird von denGeschichtschreibern behauptet), der mit dem Schwert in der Hand zuihm hineintrat.
Nun hatte aber das Zimmer in dem Theile, wo er gerade zumAusruhen lag, kein ganz Helles Licht, sondern es war ziemlich dunkel.Daher kam es dem Soldaten vor, als ob die Augen des Mariuslauter Flammen gegen ihn aussprühten, und aus dem tiefen Dunkeldonnerten ihm die Worte entgegen: „du wagst es also, Kerl, denCajus Marius zu todtcn?" Kurz, der Barbare flüchtete zum Zimmerhinaus, warf sein Schwert geradezu weg und schrie, wie er zur Haus-thüre hinanslief, immer nur die Worte: „ich kann den Marius nichtumbringen!"