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den vornehmen Familien und mit dem Volke in ein gleich schlimmesVerhältnis.
Daher trat er auch, als die nächste Censorenwahl vorgenomme»werden sollte, wider Erwarten nicht als Bewerber auf, sondern ließdie Ernennung von anderen geringfügigen Personen zu, weil er einenDurchfall befürchtete. Außerdem kokettirte er selbst mit der Erklä-rung: „er wünsche nicht, sich mit so vielen Leuten zu verfeinden,wenn er ihre Lebensweise und ihren Charakter einer strengen Kritikunterwerfen müßte!"
Cap. 31.
Bald darauf wurde ein Antrag eingebracht, wonach MetelluSaus der Verbannung zurückberufen werden sollte. Marius machtedagegen vielfache Versuche des Widerstands in Wort und That*).Alles umsonst; er mußte sie zuletzt aufgeben.
Das Volk nahm also den Vorschlag freudig an, worauf Ma-rius, der sich nicht entschließen konnte, die Rückkehr des Metellusmitanzusehen, nach Kappadocien und Galaticn absegelte.
Als Grund seiner Abreise nannte er die Opfer, welche er, einemGelübde zu Folge, der „Mutter der Götter" darzubringen beabsich-tigte. In der That hatte er bei seiner Entfernung noch eine weitereAbsicht, wovon man unter dem Publikum nichts wußte.
Von Natur unfähig zum Frieden und der inneren Politik, da-gegen groß geworden in den beständigen Kriegen, befürchtete er inFolge der Nnthätigkeit und Ruhe eine all malig eintretcnde Wiedcr-abnahme seiner Macht und seines Ruhmes und suchte daher irgendeinen Anlaß zu einer neuen Thätigkeit. Wenn es gelang, die dorti-gen Könige gegen einander aufzuhctzen **) und den Mithridatcs, von
»> Besonders durch den NolkStribun FuriuS, wogegen der Sohn des MetelluS,der davon den Beinamen Plus erhielt, aus'S Flehent lichste dei dem Bolle Fürbitte sürseinen Vater cinlegte. Erst, als FuriuS ans die Anklage seines NachsolgcrS C. Canu-iejuS vom Volke in Stücke gerissen worden war, crsvlgte die Nückberusung.
") NikomedeS von Bithhnie» und Mithri bates von PontuS strcdten Beide nachdem Besitze von Kappadocien, das durch die Ermordung des AriaratheS, welche Mi.rhridates veranstaltet hatte, erledigt war. Letzterer halte bereits das Land besetzt.
Plutarch. VlU 4