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Uebrigens that er diese Aeußerungen nicht in leerer Prahlerei,oder weil er in den Tag hinein Zerwürfnisse mit der Aristokratiesuchte; sondern das Volk, das an der Beschimpfung des Senats seineFreude fand und stets die Größe des Geistes nur nach dem Bombastder Worte bemißt, — daS Volk steigerte ihn selbst hinauf und drängteihn zu dieser Schonungslosigkeit, womit er alle bedeutenden Persön-lichkeiten angriff — eben, um der Masse gefällig zu werden.
Cap. 10.
Als Marius in Afrika gelandet hatte, vermochte Metellus nichtmehr, seinen Haß zu bemeistcrn. Es schmerzte ihn auf's tiefste, daßMarius, „ein bloß durch die Undankbarkeit gegen ihn emporgestiege-ner Mann, jetzt nur komme, um den Lorbeerkranz und Triumphzu holen, während er — Metellus — den Krieg beendigt und ledig-lich nur noch die Person des Jugurtha einzufangcn hätte!"
Unter diesen Umständen konnte er sich nicht entschließen, mitihm zusammenzutreffen. Er wich ihm für seine Person aus; dagegenerhielt der Unterfeldherr des Mctellus, Nutilius, den Auftrag, demMarius die Armee zu übergeben.
Uebrigens kam späterhin, beim Ende dieser Angelegenheit, nocheine gewisse Nemesis über Marius, sofern ihm der Ruhm des vollen-deten Sieges ebenso von Sulla entrissen wurde, wie er selbst ihn demMetelluS geraubt hatte. Wie dieß geschah, will ich nur kurz erzählen,weil das Einzelne ausführlicher in Sulla'S Lebensbeschreibung vor-kommt.
Der König Bocchus, dessen Gebiet*) noch tiefer im Innernlag, war der Schwiegervater des Jugurtha. Während des Kriegesschien er denselben nicht im Mindesten zu unterstützen, indem er thcilSseine Treulosigkeit verabscheute, theils seine wachsende Größe fürchtete.Als Jugurtha aber, flüchtig und unstät geworden, in seiner Noth ebennur noch auf ihn seine letzte Hoffnung setzte, bei ihm gleichsam in
-) DaS Reich des Maurenkönigs Bacchus erstreckte sich »an dem FlusseMulucha, der die Gränze gegen Zugurtha'S Staaten bildete, bis an das atlantischeMeer.