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von sogenannten Krampfadern*) an beiden Schenkeln bekommen,und da ihm der dadurch veranlaßte häßliche Gang ärgerlich war, sobeschloß er, sich cirer Kur zu unterziehen. Wirklich gab er auch deneinen Fuß zum Schneiden her. Ohne sich binden zu lassen, ohne zuzucke» oder zu seufzen, ohne eine Miene im Gesiebte zu verziehen, hielter lautlos die unerträglichsten Schmerzen unter dem Messer aus. Alsjedoch der Arzt nun an das andere Bein gehen wollte, so gab er ihmdieses nicht mehr, indem er sagte: „er sehe, daß die Verbesserung denSchmerz nicht werth sei!"
Cap. 7.
Als Cäcilius Metcllus**) für den jugurthinischen Krieg zumKonsul und Obeifeldherrn ernannt worden war, so nahm er den Ma-riuS als Nntcrfeldherrn nach Afrika mit. Hier begann nun MariuSseine ausgezeichneten Thatcn und ruhmvollen Kämpfe.
Indessen hatte er keineswegs Lust, wie die Anderen, hiedurchnur zur Größe des Metellus beizutragen und für ihn zu wirken.Seine Ansicht ging dahin, daß er nicht sowohl von Metellus zumUnterbefchlshabcr berufen sei, als vielmehr von seinem Glückssterneselbst in den günstigsten Augenblick und aus den größten Schauplaherhabener Thaten eingeführt werde. Dieß war sein Standpunkt beiallen Beweisen seiner Tapferkeit.
So viele Lasten nun auch der Krieg mit sich führte, — MariuSerbebte nie vor einer großen Anstrengung; ebensowenig hielt er einegeringe unter seiner Würde. Alle, welche den gleichen Rang mit ihmtheiltcn, übertraf er durch Besonnenheit und richtige Voraussicht desZweckmäßigen, während er zugleich mit den Soldaten in der Einfach-heit und Ausdauer wetteiferte und dadurch sich ihre Liebe in hohemGrade gewann. Denn überhaupt scheint bei jedermann ein wirklicherTrost für das Leiden in der freiwilligen Theilnahmc eines Anderen
') Krampfadern, tranlhaste Erweiterung der Bene», oder Blutader», —
") Bekam wegen seiner Verdienste in diesem strieze den Beinamen: Nu-midier,».