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7 (1867) 1. Cajus Marcius Coriolanus, 2. Timoleon
Entstehung
Seite
86
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hatte er griechische Söldlinge dazn genommen, obwohl Karthago sichfrüher niemals griechischer Mannschaften bediente; aber damals hatteman sic bewundern gelernt und hielt sie für die unwiderstehlichsten,tapfersten Soldaten der Welt.

Nachdem die Vereinigung bewerkstelligt war, gelang es ihnen allenmiteinander, in der Gegend von Messen«: vierhundert Mann fremderTruppen, welche Timoleon zur Unterstützung herbeigesandt hatte, nicder-zumacheu. In dem karthagischen Landestheile, in der Gegend vonHierä *), legten sie ferner einen Hinterhalt und vernichteten einen Hau-fen Söldner unter Enthymus von Leukadicn.

Das Letztere trug ganz besonders dazn bei, um Timoleons Glückallgemein berühmt zu machen. Denn gerade diese gehörten früher auchzu den Truppen, welche unter Philomelus (aus Phokis) und Onomar-chns Delphi besetzt gehalten**) und sich mit ihnen an dem Tempelraubebetheiligt hatten. Jedermann haßte und mied sie daher, weil sie unterdem Fluche standen. So irrten sie denn im Peloponnes umher, bissie von Timoleon angenommen wurden, der eben keinen Ueberfluß ansonstigen Soldaten hatte. Nach ihrer Ankunft in Sicilien blieben siein allen Gefechten, welche sie unter ihm mitmachten, jedesmal Sieger.Als aber die «größten und bedeutendsten Kämpfe ihr Ende erreicht hat-ten und sie von ihm zu anderen, geringeren Hilfeleistungen ausgesendetwurden, kamen sic um und wurden völlig aufgerieben. Doch traf diesesLoos nicht alle zugleich, sondern immer nur einen Theil um den andern.Die Strafe von oben, welche sic erreichte, sollte zugleich ein schützendesWort für das Glück Timoleons sein; sie brach daher in einer Weise übersie herein, daß durch die Rache, welche die Bösen ereilte, nicht auch zu-gleich den Guten ein Schaden erwuchs. So kam es, daß das Wohlge-fallen der Götter, das sie an Timoleon hatten, nicht weniger in seinenmißlungenen Unternehmungen, als in seinen glücklichen Erfolgen, be-wundert werden mußte.

*) Statt Hierä schlagen Andere die Lesart: Jetä vor, welches ein Städtchenam KrimesuS war.

**) Da die Phokier von den Amphiktyonen zu einer großen Geldstrafe verurthciltwurden, die sie nicht bezahlen konnten, so plünderten sie die Schätze von Delphi, wor-aus ein zehnjähriger Krieg entstand, den erst Philipp von Makedonien im Jahr 3 44v. Chr. beendigte. Ihre Anführer nacheinander waren Philomelus, Onomarchus,Phayllus und Phaläkus.