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Als nun dieser Ansfall der Bevölkerung wirklich gemacht wurdeund sich vor den Mauern ein Kampf entspann, rannte Einer der Fa-bier, Quintus Ambustus, zu Pferd gegen einen großen, stattlichenGallier, der den Andern weit voraus dahersprengtc. Anfänglich kannteman den Fabier nicht, weil der Zusammenstoß ein überraschender warund die blinkende Rüstung sein eigentliches Aussehen verdeckte. Nach-dem er aber im Kampfe gesiegt hatte und seine»: niedergeworsenenGegner die Waffen auszuziehen begann, da erkannte ihn Brennus undrief die Götter zu Zeuge» auf, daß dieser Römer wider das allgemeine,in der ganzen Welt gültige Recht, wider göttliches und menschlichesRecht als Gesandter gekommen sei und als Feind gehandelt habe.
Unverzüglich machte er der Schlacht ein Ende und ließ fortan dieClusiner unbehelligt, während er dagegen seine Armee nach Rom führte.Indessen wollte er den Schein vermeiden, als wäre ihnen „das erlit-tene Unrecht erwünscht gewesen und sie hätten nur nach einem Vorwandgesucht." Dcßwegen verlangte er die Auslieferung des Schuldigen zurBestrafung und rückte zugleich nur langsam vorwärts.
18. Zn Rom, in der Senatssitzung, erhoben sich viele Stimmendes Vorwurfs gegen den Fabier. Namentlich waren es die Fetialen,welche ihn unter Anrufung der Götter vor Gericht zu ziehen suchtenund verlangten, daß der Senat den Fluch jenes Ereignisses auf EinenMenschen, auf den Schuldigen, hinwenden und alle Uebrigen dadurchvor der Strafe des Himmels behüten sollte.
Diese Fetialen hatte Numa Pompilius, der mildeste und gerech-teste aller Könige, vor Zeiten ausgestellt als Hort des Friedens undals gesetzliche Behörde, um über alle Anlässe, die einen wirklich gerech-ten Krieg herbeifnhreu, entscheidend zu erkennen.
Der Senat verwies die Sache an das Volk. Die Priester erho-ben hier die nämlichen Klagen gegen Fabius; aber der Pöbel ging iuseinem Spott und Hohn gegen alles Heilige so weit, daß man denFabius nebst seinen Brüdern sogar zum Kriegstribun ernannte.
Als dies die Gallier erfuhren, wurden sie sehr erbittert und lie-ßen sich durch nichts mehr in ihrem Eifer aufhalten, sondern marschir-ten in aller Eile vorwärts. Ihre Menge, der Glanz ihrer Ausrüstung,ihre Gewalt, ihr Math — Alles verbreitete in den zwischenliegendenGegenden den größten Schrecken. Man hielt das ganze Land bereits