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20 (1867) 1. Camillus, 2. Pelopidas
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Falerii eine Geldsumme bezahlen ließ und hierauf nach einem Friedens-schlüsse mit sämmtlichen Faliskern seinen Abzug bewerkstelligte.

11. Als aber die Soldaten, welche eine Plünderung von Faleriierwartet hatten, jetzt mit leeren Händen nach Rom zurückkehrten, klag-ten sie über Camillus bei den anderen Bürgern: „er sei ein Volksfeindund habe der Armuth eine Erleichterung ihrer Lage mißgönnt." Dazukam, daß auch die Tribunen den Antrag über die Volkstheilung aber-mals vorlegten und das Volk zur Abstimmung einluden. Camillus,iu der Offenheit seiner Aeußerungen rücksichtslos gegen jede Verfein-dung, drängte mehr, als alle Andern, die Blassen dazu, daß sie denAntrag, selbst gegen ihren Willen, in ihrer Abstimmung wirklich an-nahmen. Dagegen waren sic jetzt sehr erbittert über ihn. Selbst alsihn ein großes Familiennnglück betraf, indem er auch seinen zweitenSohn an einer Krankheit verlor, ließ sich ihr Grimm nicht im minde-sten durch das Gefühl des Milleids verringern. Und doch trug dervon Natur weiche und freundliche Mann sehr schwer an diesem Schlage,und als die gerichtliche Verhandlung angesetzt war, blieb er vor Schmerzdaheim und schloß sich mit den Frauen in seiner Wohnung ein.

12. Der Ankläger war Lucius Apulejus und die Klage lauteteauf Entwendung bei den etruscischen Werthgegeuständeu. In der Thntsagte man, daß bei ihm ein paar eherne Thüren von der Beute zumVorschein gekommen seien. Das Volk war auf's Neußerste gereizt undeine Verurtheilung bei der Abstimmung, mochte der Vorwand sein,welcher er wollte, ließ sich mit voller Bestimmtheit voraussehen.

Demnach versammelte Camillus seine Freunde und früheren Kriegs-gefährten, deren es nicht wenige an der Zahl waren, und bat sie, eSnicht gleichgültig mitanzusehen, wenn er ungerechterweise aus nichts-würdigen Gründen schuldiggesprochen und zum Gespötte seiner Feindegemacht werde. Die Freunde beriethen sich und daS Ergebniß ihrerBesprechungen bestand in der Erklärung, daß sie ihm vor dem Gerichtedurchaus nicht von Nutzen sein zu können glaubten; dagegen wolltensie bei der Bezahlung der Geldstrafe sich betheiligen.

Dich konnte Camillus nicht ertragen. Voll Ingrimms beschloßer auszuwandern und unverzüglich die Stadt zu verlassen. Nachdemer sich von Gattin und Sohn an der Schwelle seines Hauses verab-schiedet, ging er lautlos weiter, bis an's Thor. Dort blieb er stehen,