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auszuführen und den Eamillus neben fünf anderen zum Kricgstribunenzn ernennen; denn (sagte man:) „die Verhältnisse erfordern einen An-führer, welcher Ansehen und Rnhm mit Erfahrung verbindet".
Als das Volk seine Abstimmung vollzogen hatte, übernahm Ea-millus die Gewalt und fiel im Gebiet der Falisker ein. Er belagertedie wohlbefestigte, mit allen Kriegsbcdürfnisseu trefflich versehene StadtFalerii. Die Einnahine selbst erschien ihm als eine keineswegs geringeAufgabe, welche ein größeres Mas; von Zeit erforderte. Außerdembeabsichtigte er, dadurch die Bürger mürbe zu machen und aus Andereshinzulenkcu, damit sie keine Zeit hätten, bei ruhigem Aufenthalt in derHeimat sich durch die Demagogen zu einer Parteibildung verführen zulassen. Denn klugerweise benützte mau gerade wie ein Arzt diesesVerfahren stets als das geeignetste Heilmittel, um tumultuösc Leidendes Staats nach außen abzuleiten.
10. Voll Vertrauen auf ihre allseitigen starken Festuugswcrleverachteten die Falisker vollständig die Belagerung. Dies ging soweit, daß — mit Ausnahme der Wachmannschaft auf den Mauern —alle Andern in gewöhnlicher Kleidung durch die Straßen gingen, ihreKinder täglich die Schule besuchten und von dem Lehrer unten an dieMauern gebracht wurden, um spazieren zu gehen oder ihre Leibes-übungen vorzunehmen.
Die Falisker hatten nämlich, wie die Griechen, einen gemein-schaftlichen Schullehrer, weil sie wünschten, daß ihre Kinder gleich vonAnfang mit einander erzogen und zu einem Gemeingeist heraugcbildetwerden sollten. Dieser Schulmeister nun schmiedete einen Plan gegendie Falisker, wobei die Kinder zum Mittel der Ausführung bestimmtwaren. Er führte dieselben Tag für Tag unter die Mauer hinaus, —zuerst nur ganz in der Nähe; dann führte er sie wieder in die Stadthinein, sobald die Hebungen zu Ende waren. Später führte er sieimmer um ein Weniges weiter und gewöhnte sie, an gar keine Gefahrzu denken, als wäre die größte Sicherheit vorhanden. Zuletzt aberführte er plötzlich die ganze Schaar mitten unter die römischen Vor-posten und lieferte sie aus, mit dem Verlangen, daß man ihn selbst zuCamillus führen möchte.
Dies geschah, und als er dort mitten unter den Anwesendenstand, sagte er: „er sei Erzieher und Schulmeister; aber die Gunst bei