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19 (1867) 1. Fabius Maximus, 2. Paulus Aemilius
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seine Entschlüsse auf der Ucberzeugung von ihrer Nützlichkeit; sie blie-ben also fest und unveränderlich in sich selber bestehen. Verdruß machteihm nur sein Reitergeneral Minucius, der gerne zur höchsten Unzeit

— eine Schlacht geliefert hätte, unsinnigen Muthcs war und das Heerauswiegelte, welches von ihm mit rasender Leidenschaft und eiteln Hoff-nungen erfüllt war. Die Soldaten äußerten ihren Spott und ihreVerachtung gegen Fabius, indem sie ihn „Hannibals Hofmeister"nannten; dagegen in Minucius erblickten sie einen großen Mann, einenFeldherrn, der Roms würdig sei. Hiedurch wurde Flamiuius nocbmehr in ein hohes, keckes Selbstbewusstsein Hineingetrieben und ver-höhnte das ewige Lagern auf den Anhöhen. „Der Diktator (sagte er)schaffe ihnen doch immer einen recht schönen Zuschauerplatz, um zuzu-sehcn, wie Italien mit Feuer und Schwert verheert werde!" Er rich-tete sogar an die Freunde des Fabius die Frage, „ob er vielleicht dieArmee hoch in den Himmel hinauf heben wolle, nachdem er auf dieErde verzichtet, oder ob er sich hinter Wolken und Nebel verstecke, umden Feinden zu entlaufen?" Fabius erfuhr diese Aeußerungen vonseinen Freunden, und als diese ihm zusprachen, seinem schlechtenRenommee durch eine kühne That ein Ende zu machen, erwiderte er:„ja dann würde ich freilich noch feiger sein, als man jetzt von mirglaubt, wenn ich mich vor Spötteleien und Tadelworteu fürchtete unddcßhalb ans meinen wohlüberlegten Planen herausplumpte! Indessen

— Furcht um das Vaterland ist keine Schande! Aber vor den Mei-nungen der Leute, vor ihren Verleumdungen und Schimpfereien er-schrecken, — das kann blos ein Mann, der einer so hohen Stellungnicht würdig ist, sondern zum Sklaven wird, und zwar von Menschen,über die er gebieten und die er als Herr behandeln soll, wenn ihreGesinnungen schlecht sind."

6. Bald daraus beging Hannibal einen großen Fehler. Erwünschte, seine Armee in größere Entfernung von Fabius wegzu-bringen und in ein Terrain zu gelangen, das ihm die nöthige Fou-ragirung bot. Daher ertheilte er nach einem Abendessen seinen Weg-weisern den Beseht, ihn unverzüglich nach Casinum zu führen. Dieseverstanden aber das Wort nicht genau, wegen seiner fremdländischenAussprache, und brachten die Armee schleunigst an die Grenzen vonCampanien, nach der Stadt Casilinum, welche der Fluß Lotronus, bei