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19 (1867) 1. Fabius Maximus, 2. Paulus Aemilius
Entstehung
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des Flaminius beabsichtigte Haimibal, der eine Ehre darein setzte,wegen seiner bewiesenen Tapferkeit völlig standesgemäß zu bestatten,allein er fand ihn nicht unter den Todtcn; überhaupt wußte man ledig-lich nicht, wie er verschwunden war. Bei der ersten Niederlage amTrebia nun hatte weder der Bericht erstattende Feldherr, noch der ab-gesandle Bote die rechte Wahrheit gesagt, sondern fälschlich angegeben,daß der Sieg von ihnen zu beanspruchen und jedenfalls zweifelhaftsei; als jedoch der Prätor Pomponius jetzt auch von dieser zweitenhörte, berief er unverzüglich das Volk zu einer Versammlung undsprach es bei seinem Auftreten ohne Umschweif oder Täuschung aus:„wir sind besiegt, Römer, — besiegt in einer großen Schlacht, dasHeer ist vernichtet, der Consul Flaminius ist umgekommen. Auf!denkt an die eigene Rettung und Sicherheit!" Dieses Wort fuhr unterdie Menge, wie ein Sturm iu's Meer, und brachte eine solche Verwir-rung in der Stadt hervor, daß bei der Größe der herrschenden Bestür-zung kein klarer Gedanke sich bilden oder behaupten konnte. Doch ver-einigten sich Alle auf die Eine Ansicht, daß die Lage eine unverant-wortliche Alleinherrschaft verlange, welche man Diktatur nennt, undeinen Mann, der diese Diktatur ohne Furcht uud Weichlichkeit zu hand-haben wisse. Und dicß könne nur Einer sein, — Fabius Maximus,dessen Geist und wundervoller Charakter der Höhe seines Amtes gleich-stehe, wie er denn auch gerade die Altersstufe einnehme, auf welcherder Körper mit seiner Kraft noch für die Entschließungen der Seelevöllig ausreiche und der Muth mit Besonnenheit auf's innigste ge-paart sei.

4. Als dieses allgemeinen Anklang fand, wurde Fabius zumDiktator ernannt und ernannte seinerseits den Marcus Minuciuszum sogenannten „Reitergeneral." Vor allem erbat er sich nun vondem Senat die Erlaubnis;, sich auf seinen militärischen Märschen einesPferdes bedienen zu dürfen. Denn dies; war nicht gestattet, sondernsogar ausdrücklich verboten — eben nach einem alten Gesetz, vielleichtweil man die Hauptstärke in dem Fußvolk zu finden glaubte und des-wegen die Ansicht hatte, daß der Feldherr bei der Infanterie bleibenund diese niemals verlassen solle; — vielleicht auch, weil die fraglicheMachtstellung in allem Andern ein despotisches, überragendes Elementbesitzt und man daher wünschte, daß der Diktator wenigstens in diesem