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18 (1866) Theseus und Valerius Publicola
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heraustreten wollen, dabei an ihre eigenen Thüren klopfen undanschlagen, damit die Vorübergehenden oder Davorstehenden drau-ßen einen Wink erhalten, und nicht von den Thürflügeln, die sichnach der Gasse öffnen, getroffen werden.

Cap. 21.

Im folgenden Jahre bekleidete Publicola abermals das Con-snlat, und zwar zum Viertenmal. Man erwartete allgemein einenKrieg, weil die Sabiner und Latiner eine Verbindung schloßen.Zu dieser Zeit schwebte auch die ganze Stadt in einer gewissenAngst vor den Schickungen des Himmels, denn alle Kinder, welchedamals geboren wurden, waren gebrechlich und unvollkommen aus-gebildet. Deßwegen suchte, nach der Vorschrift der sibyllinischenBücher, Publicola vor Allem den Pluto zu versöhnen, nahm aucheinige von dem delphischen Orakel angegebene Kampfspiele wiedervor, und erst, nachdem er durch erneutes Vertrauen auf die Gott-heit die Stadt in eine freudigere Stimmung zurückversetzt hatte,wandte er rasch seine Aufmerksamkeit auf die Gefahren, die vonden Menschen drohten; denn allerdings zeigten sich die Rüstungender Feinde und ihre Coalition sehr bedeutend.

Nun lebte damals unter den Sabinern ein gewisser AppiusClausus, ein Mann, einflußreich durch sein Vermögen, hervor-ragend durch seine ungewöhnliche Körperstärke, vor Allem aberdurch den Ruf seiner Tugenden und die Stärke seiner Beredsam-keit entschieden der Erste. Was nun alle bedeutenden Männererleiden müssen, diesem konnte er gleichfalls nicht entgehen; esregte sich der Neid gegen ihn. Und dadurch, daß er das Endedes Kriegs herbeizuführen wünschte, gab er seinen Neidern Anlaßzu der Beschuldigung, als ob er die römische Macht vergrößernwollte, um für sich eine Gewaltherrschaft zu errichten und seinVaterland zu knechten. Er bemerkte, wie solche Aenßerungen beider großen Menge Beifall fanden, und wie sehr er bei der gan-zen unbedachten Kriegspartei angestoßen hatte. Deßwegen fürch-tete er, vor Gericht gezogen zu werden. Weil er jedoch voneiner großen, bedeutenden Genossenschaft von Freunden und Ver-