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selbst mußte nun dem Pirithous für den geleisteten Dienst seinenDank erstatten und begleitete ihn daher auf seinem Zuge nachEpirus, um dort die Tochter des molossischen Königs, Aidonens,zu holen, welcher seiner Gattin den Namen Persephone, seinerTochter den Namen Kore und seinem Hunde den Namen Kerbe-ruS gegeben hatte*). Mit diesem Hunde hieß er nun alle Freierseiner Tochter auf Leben und Tod kämpfen und der Sieger solltesie bekommen. Als er jedoch erfuhr, daß Pirithous und seineGefährten nicht in der Absicht einer Werbung, sondern einer Ent-führung kämen, so ließ er sie festsetzen. Den Pirithous schaffteer nun durch seinen Hund unverzüglich aus dem Wege, währender den Theseus in festem Gewahrsam behielt.
Cap. 32.
In dieser Zeit geschah es, daß Menestheus, dessen VorfahrenPeteos, Omens und zuletzt Erechtheus waren, zuerst, wie manbehauptet, in aller Welt sich auf das Demagogcnthum legte undan das Volk hinredete, wie es diesem behagte. Er bewirkte eineVereinigung der einflußreichen Personen, die er um so leichteraufzustacheln vermochte, als sie selbst schon lange sich unter The-sens gedrückt fühlten und die Meinung hegten, er habe jedemVornehmeren in einer Gemeinde seine fürstliche Herrschaft entrissen,indem er sic insgesammt in eine einzige Stadtmauer eingesperrt,wo er sie jetzt als Unterthanen und Knechte behandle. In ähn-licher Weise suchte er durch falsche Darstellungen auch die Massedes Volkes unruhig zu machen: „was sie sähen, sei nur ein Traumvon Freiheit; in Wahrheit habe man ihnen Heimat und Religionentrissen, damit sie anstatt vieler wackeren und ächten Fürsten ihrAuge nur auf Einen wildfremden Despoten richten müßten."
Während Menestheus diese Umtriebe machte, erhielt die dro-hende Revolution ein weiteres großes Gewicht durch den Krieg.
*) Ein Versuch Plutarchs, die gewöhnliche Sage zu erklären, wanach Theseusmit Pirithous in die Unterwelt ging, um dort Proserpina zu entführen.