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Damit nun ihre Locken dem Feinde keine Möglichkeit bietenkönnten, sie daran zn fassen, schnitten sie dieselben ab.
An diesen Punkt hat ohne Zweifel auch der makedonischeKönig Alexander gedacht, wenn er seinen Generalen, wie man er-zählt, den Befehl gab, dafür zu sorgen, daß jeder Soldat sichden Bart abnehmen solle, weil ein Griff nach diesem wirklich ineiner Schlacht sehr nahe liegt.
Cap. 6.
Aethra suchte nun lange Zeit die wahre Herkunft des The-seus geheim zu halten, während zugleich Pittheus das Gerüchtverbreiten ließ, daß Poseidon dessen Vater sei. Poseidon wirdnämlich in Trözen ganz vorzugsweise verehrt; dieser Gott ist derSchutzpatron ihrer Stadt; man bringt ihm die Erstlinge derFrüchte dar und hat den Dreizack als Münzstempel ange-nommen.
Indessen war Theseus zum Jüngling herangewachsen undzeigte neben seiner Körperstärke zugleich einen tapferen Muth undeinen mit Verstand und Einsicht verbundenen beharrlichen Geist.Daher führte ihn jetzt Aethra zu dem Felsen, und nachdem sieihm über seine Geburt die richtige Mittheilung gemacht, hieß sieihn die Wahrzeichen seines Vaters hervorziehcn und sodann nachAthen absegeln.
Theseus schlüpfte unter den Fels und drückte ihn ohne alleSchwierigkeit hinweg. Dagegen konnte er sich zu der Meerfahrtnicht entschließen, obgleich keine Gefahr damit verbunden war,auch Großvater und Mutter ihn mit Bitten bestürmten. Denneine Reise auf dem Landwege nach Athen zu unternehmen, waretwas Mißliches, weil auch nicht die geringste Strecke völligsauber, oder vor Räubern und Mördern gesichert war. Brachtedoch überhaupt die damalige Zeit Menschen hervor, die zwar inder Kraft ihres Armes, der Schnelligkeit ihrer Füße und derLeibesstärke überhaupt, wie es scheint, riesenhaft und unermüdlichwaren, aber ihre Natur niemals zu irgend etwas Milderem oder