DieEinthcilnng geschah nach den Gewerben, in Musiker*), Gold-arbeiter , Bauhandwerkcr, Färber, Schuster, Gerber, Schmiede undTöpfer. Die übrigen Gewerbe vereinigte er insgesammt und bildeteaus ihnen allen eine einzige zusammengehörige Zunft. Dabei führteer bei jeder Berufsart einen angenehmen inneren Verkehr, Zusammen-künfte und religiöse Cnlte ein. Dadurch hob er jetzt zum ersten Malin der Stadt alle Acnßernngen und alle Gedanken an einen Unterschiedzwischen Sabinern nud Römern, zwischen den Uuterthanen des Tatiusund denen des Romulus vollständig auf. Die Folge war, daß dievorgeuommene Scheidung eine harmonische Vereinigung und Verschmel-zung Aller mit Allen herbciführte.
Ferner rühmt mau unter seinen staatlichen Einrichtungen auchdie Verbesserung eines bekannten Gesetzes, welches jedem Vater denVerkauf seiner Kinder gestattete. Numa entzog diesem Gesetz alle ver-hciratheten Söhne, wenn die Verehelichung mit Gutheißcn oder nachdem bestimmten Willen des Vaters geschehen war. Denn er sand esempörend, daß eine Frau, die einen freien Mann zu besitzen gehoffthatte, später das Weib eines Sklaven werden sollte.
Cap. 18.
So befaßte er sich auch mit astronomischen Gegenständen, worin erzwar kein gründlicher Gelehrter, aber auch nicht ohne alle Kenntnissewar.
Unter Romulus Regierung hatte man lauter Monate, die jedervernünftigen Ordnung entbehrten. Einige derselben zählten nicht ein-mal zwanzig Tage, andere fünfnnddreißig oder gar noch mehr. Voneiner Ungleichheit hinsichtlich des Mond- oder Sonnenlaufes hatte mankeine Vorstellung. Man hielt nur das Eine fest, daß sich das Jahr auf360 Tage belaufen müsse. Numa berechnete nun, daß der Unterschied,der sich aus jener Ungleichheit ergab, elf Tage ausmachc, weil dasMondsjahr blos 354 Tage hatte, dagegen das Sonnenjahr 365. In-dem er diese elf Tage verdoppelte, fügte er je über das andere Jahr
Dies« waren für den Gottesdienst, für öffentliche Spiele und Leichenbegiingnisfeunentbehrlich.