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17 (1866) Romulus und Numa
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Ueberhaupt fabelt man noch manches Unwahrscheinliche ähnlicherArt, um das Sterbliche unserer Natur auf das Niveau der Gottheithiuaufzuschwindeln. Freilich wäre es frevelhaft uud iu hohem Gradeunedel, der Tugend ihre göttliche Würde vollständig abzusprechen;aber die Erde mit dem Himmel zu vermengen, bleibt dennoch eineThorheit. Lasse mau es also uud halte nur fest an der sicheren Wahr-heit, daß nach Piudar

Zwar der Leib dem Tode folgt, der da Macht hat über Alles,

Doch lebendig noch ein Bild uns'res Daseins übrig bleibe;"

denn dieß allein ist von den Göttern. Es kömmt von dorten und kehrtdorthin zurück, nicht mit dem Leibe, sondern wenn cs möglichstvon dem Leibe befreit und getrennt ist, und rein geworden iu allenStücken, erlöst vom Fleische und geheiligr. Denn soch' eine Seele istnach Heraklit's Bezeichnung einetrockene" und darum die beste, undwie der Blitz aus der Wolke, zersprengt sie die Hülle des Körpers undschwebt empor. Welche aber mit dem Leibe vermengt und des Leibesinnerlich voll ist, gleicht einem schweren, neblichten Dunste, kann nicktznm Lichte sich entzünden, noch sich emporschwingen. Man brauchtalso keineswegs die Leiblichkeit eines guten Menschen wider alle Natur-gesetze iu den Himmel hinanszubefördern; dagegen darf man entschie-den glauben, daß tugendhafte Seelen ganz in Gemäßheit ihrer Naturuud der göttlichen Gerechtigkeit ans Menschen zu Heroen, aus Heroenzu Genien, ans Genien endlich wenn sie, gleich wie bei den My-sterien , vollständig gereinigt und geheiligt sind, auch allen Rest derSterblichkeit uud Leidenschaft von sich abgethan, alsdann nichtnach einem willkürlichen Staatsgesetze, sondern nach der Wahrheitund einer durchaus nur vernünftigen Entwicklung zu den Götternemporgehoben werden und hier znm Lohn das schönste, seligste Zielerrungen haben.

Cap. 29.

Was den Namen Quirinus betrifft, den Romulus jetzt erhielt,so verstehen Einige darnnter den Enyalios, d. h. den Kriegsgott;

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