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17 (1866) Romulus und Numa
Entstehung
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übrigen Fahrzeuge zu Grunde; nur das, worin sich die Knaben be-fanden, trieb gemächlich an ein sanft ansteigendes Ufer und wurde gegenalle Erwartung gerettet. Daher stamme denn der Name:Noma".

Wieder eine andere Nachricht meldet, das; R o m a, eine Tochterder genannten Trojancrin (Dexithea), die Gemahlin von Telemachus'Sohn, Latinns, und Mutter von Nomulns gewesen sei. Andere nen-nen dagegen Aemilia, eine Tochter des Aeneas und der Lavinia, welchemit Mars in vertraute Verhältnisse trat. Endlich geben noch andereSchriftsteller die folgende, völlig mährchenhaste Erzählung von seinerGeburt.

Tarchetius, ein sehr despotischer und grausamer König von Alba,soll in seinem Hause eine übernatürliche Erscheinung gehabt haben.Ein Phallus erhob sich ans seinem Herde und blieb daselbst viele Tagelang. Nun gab es in Etrurien ein Orakel der Thetps*), von welchemTarchetius den Wahrspruch erhielt:das; eine Jungfrau sich mit jenerErscheinung cinlassen solle; denn es würde von ihr ein weltberühmterSohn geboren werden, der durch Tugenden, Glück und Stärke sichhöchlich auszeichue." Tarchetius theilte diesen Orakelsprnch einer vonseinen Töchtern mit und befahl ihr hinzugehen. Allein sie verschmähtediesen Antrag für ihre eigene Person und schickte nur eine Sklavin.Als Tarchetius dies; erfuhr, wurde er zornig und lies; seine beidenTöchter festnehmen, um sic zu tödten. Allein in; Traume erschien ihmdie Vesta, welche ihm den Mord verbot. Destwcgen befahl er denbeiden eingekerkerten Mädchen, ein Gewebe zu verfertigen, nach dessenBeendigung sie erst einem Manne würden zur Ehe gegeben werden.Sie woben also den ganzen Tag hindurch, aber andere Mädchen zogenin der Nacht, auf Tarchetius' Geheis;, das Gewebe wieder auf. In-dessen hatte die Sklavin Zwillinge geboren, die jedoch Tarchetius einemgewissen Teratins übergab, mit dem Befehle, sie umznbringeu. Tera-tius trug sie aber nur in die Nähe des Flusses, wo er sie auf den Bo-den legte. Hierauf kam zu wiederholten Malen eine Wölfin, die ihnen

*) ThetyS, Gemahlin des Okeanos, Mutter der Stromgötter und Okeaniden, oftPcrsonisication des MeerS. Die Mecrgötter haben vielfach mit Weissagungen zu thun;denn auf dein Meere sicht man in räumlichem Sinne nicht nur rückwärts, sondern auchvorwärts, waS sodann auf die Zeit angewendet wird.