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16 (1880) Agis und Kleomenes
Entstehung
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EimmdzwanMstes Kapitel.

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Und nach diesen Worten bot er willig seinen Hals deinStrange dar. Hierauf trat Amphares zu der Thüre des Ge-fängnisses hinaus, wo Agesi'strata, seine alte nähere Freundin,sich ihm zu Füßen warf. Er hob sie auf, indem er hinzufügte:man werde gegen Agis keinen gewaltsamen oder unheilvollenSchritt vornehmen". Zugleich hieß er sie auch selbst, wenn siewolle, zu ihrem Sohne hineintreten.

Agesistrata sprach den Wunsch aus, daß auch ihre Muttersie begleiten möchte,worauf Amphares erwiderte:diesem Wunschestehe kein Hindernis entgegen".

Er ließ somit beide eintreten und hierauf die Thüren desGefängnisses wieder abschließen. Dann aber übergab er zuerstArchida'mia, welche bereits hochbetagt und in der größten Hoch-achtung unter ihren Mitbürgerinnen ergraut war, den Henkern.Nachdem diese geendet hatte, befahl er, daß nun auch Agesistrataeintreten sollte.

Als sie hereinkam, sah sie ihren Sohn auf dem Boden lie-gen und ihre Mutter tot am Stricke hängen. Letztere nahm sieselbst mit Hilfe der Diener herunter, legte den Leichnam nebenAgis und deckte ihn mit Gewändern zu. Dann stürzte sie sichauf ihren Sohn, küßte ihn ins Antlitz und sprach:Ach, meinKind, deine zarte Schonung, deine Sanftmut, deine Freundlich-keit hat dich ins Verderben gestürzt, dich und uns!"

Amphares sah an der Thüre, was vorging, und hörte dieseAusrufungen. Rasch trat er ein und sprach zornig zu Agesistrata:Nun denn, wenn du ebenso gesinnt warst, wie dein Sohn,mußt du auch eben so büßen!" Da erhob sich Agesistrata selbst,um sich hängen zu lassen, mit den Worten:Sei's drum! NurSparta zum Heil!"

Kinnndzwanzigsles Kapitel.

Indessen verbreitete sich die Nachricht von diesen traurigenEreignissen in der Stadt. Als man jedoch die drei Leichnameheraustrug, war die allgemeine Furcht nicht so bedeutend, daßdie Bürger nicht ihren Schmerz über das Geschehene, wie ihren