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2 (1868)
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Ikonographie.

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weckt hatte). Nachdem er, im Heidenthum erzogen, seit seinem lötenJahre hatte Kriegsdienste thun müssen, wurde er später zum Bischof vonTours erwählt: die neben ihm zuweilen dargestellte Gans wird von Einigenauf eine Begebenheit hei seiner Bischofswahl, von Andern wahrscheinlicherauf die Martinsgänse bezogen, welche das Volk zu dem durch Schmausereienund Trinkgelage gefeierten Feste dieses Heiligen an den Clerus ablieferte.Urkundlich ist die Martinsgans zuerst um 1171 nachgewiesen, wo Otelricusvon Swalenberg der Abtey Corvey nargenteum unserem in festo s. Martini «schenkte (Annales Corb. ap. Leibnitz, Script. 2, 308). — Patron der(reuigen?) Trinker und Prasser, gegen die Pocken (weil er einen ekelhaftenAussätzigen durch einen Kuss heilte) — von Berg , Cleve , Colmar , Gel-dern, Grafschaft Horn, Heiligenstadt, Mainz, Schwarzburg, Utrecht. Mar-tinskirchen finden sich zwar in der ganzen christlichen Welt, doch nirgendsso auffallend häufig wie in Deutschland und Belgien ; in Franken weihteder h. Bonifacius die meisten von ihm errichteten Kirchen diesem Heiligen.•J- um 400. Dies sepulturae : 11. Nov. (Martinus frigidus) ; Translatio 14.18. Nov., 13. Dec. Der 4. Juli wird zum Andenken seiner Ordination,Translation und Kirchweihe gefeiert (Martinus calidus). — Vergl. Wolf,Beitr. zur deut. Mythologie 1, 38 — 54.

Märtyrilineil, die vier grossen : Lucia, Agnes, Agatha, Cäcilia.

Materniauus, Bischof von Rheims im IV. Jahrh., Patron der Stifts-kirche zu Bücken, in welcher seine Legende in Glasmalereien des XIII.Jahrh. (Abbild, in Farbendr. bei [Hase,] Baudenkm. Niedersachsens,Heft 11 und 12 Bl. 86) dargestellt ist.

Maternus, Bischof von Trier, einer der 72 Jünger oder der von Christoauferweckte Jüngling zu Nain, Missionar am Rhein. Weil in den Landenseiner apostolischen Wirksamkeit drei Erzstifter (Cöln, Trier und Utrecht)entstanden, hält er eine Kirche mit drei Thürmen oder trägt drei Bi-schofsmützen: eine auf dem Haupte, zwei andere vor sich auf demBuche. Patron des Weinbaues. 14. Sept.

Matthäus, s. Evangelisten.

Matthias, s. Apostel.

Mauritius, ein Mohr, Ritter, eine Fahne in der Hand, Anführerderthebaischen Legion, welche aus 6666 Christen bestehend, weil sie den rö-mischen Göttern nicht opfern wollte, bei Agaunum am Genfer See unterMaximian den Märtyrertod litt, wobei sich nur wenige retteten. Die hh.Exuperius, Candidus, Innocentius, Victor, Vitalis und Constantius werdenals Fahnenträger der Legion bezeichnet; zu den der Niedermetzelung Ent-gangenen gehören : Solutor, Aventor, Octavius, Alexander, Secundus, Con-stantinus, Victor, Ursus, Gereon, Cassius, Florentius etc., welche späteran anderen Orten als Märtyrer starben. Der h. Moritz ist Patron des Erz-stifts Magdeburg, von Coburg, Lauenburg etc. — gegen Podagra. SeinFest, welches auf den 22. Sept. fällt, heisst im Magdeburgischen Her-messe.

Maximilian, Bischof und Bekenner oder Märtyrer, ein SalzburgisclierLocalheiliger, dem daselbst schon zu Anfang des VIII. Jahrh. Kirchen ge-weiht wurden.

MaximilS. Heilige dieses Namens finden sich gegen 20, worunter meh-

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