Byzantinisch - Romanische Epoche.
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Taf. 5). Sie sind, in den beiden erstgenannten Kirchen in sitzender Stel-lung, in Hildesheim stehend und in grösserer Weiche dargestellt, mit rei-chen Gewiindern umflossen, wahrscheinlich Gebilde derselben kunstvollenHand (um 1200) , welche die antiken Motive in höchst vollendeter Weisezu bewahren oder zu erneuern gewusst hat. Diesen ausgezeichneten Wer-ken schliesst sich das Stuckrelief in der Lünette des nordwestl. Portalesder Godehardskirche in Hildesheim an, welches die kräftigen Halbfigu-ren Christi und zweier Heiligen enthält, und den Schluss der lteihe dürftendie bereits oben S. 413 erwähnten zwölf Engelgestalten in den Bogen-zwickeln der Schiffarkaden von Hecklingen (Puttrich, Denkm. 1.Serie Anhalt. Taf. 31—33) bilden. Alle diese Stuckaturen waren ur-sprünglich bemalt. — Unter den Steinreliefs der Tlnirbogenfekler findetsich der strenge Stil vertreten an dem Portal des südl. Kreuzarmes vonHamersleben, in den durch eine Mittelsäule getrennten starren Löwen-bildern (S.067 Fig. 244), die an die verwandte Anordnung über dem Löwen-thor zu Mykenae erinnern, und in den alterthümlich schönen Figuren (St.Nicolaus zwischen Löwe und Gotteslamm) über der südl. Thür der Stadt-kirche zu Landsberg bei Halle a. d. S. und über dem Portale der dor-tigen Schlosskapelle (der thronende Christus in der von zwei knieendenEngeln gehaltenen Mandorla und die Halbfiguren der Evangelisten zu denSeiten; Puttrich, Denkm. II. Serie Halle. BL 14. D.) — Der Spätzeitgehören an die Lünetten am Landgrafenhause der Wartburg (einDrache,der einen Ritter verschlingt; v. Ritgen, Führer etc. S. 07), an der Ma-rienkirche zu Mühlhausen (zwei Löwen mit einem Kopf, aus dessenRachen mit Vögeln besetzte Arabesken gehen; Puttrich a. a. O. SerieMühlhausen. Bl. 9), im Treppenhause neben der Vorhalle der Stadtkirchezu Freiburg a. d. U. als Deckenstück verwendet (Maria und zwei Engel;a. a. O. Serie Freiburg. Bl. 5 a ), am Dom zu Naumburg nördlich (dasGotteslamm im reich verzierten Felde; ebd. Serie Naumburg. Bl. 14) undsüdlich (Christus in der von zwei Engeln gehaltenen Mandorla), in Wech-selburg über den beiden nördlichen Tlniren (das Gotteslamm; der Löweim Kampfe mit dem Drachen). *) — Die höchste Bltithe der romanischenPlastik entfaltet sich in den meisterhaften Bildwerken der zuletzt genanntenKirche: an der Kanzel (oben S. 206 Fig. 84) der thronende Christus, dasOpfer der Brüder Kain und Abel, das Opfer Abrahams , Moses und dieeherne Schlange und die beiden einzelnen Gestalten der Maria und desJohannes; dann am Eingänge zum Chore zwei Statuen (Abraham und Mel-chisedek?) ; ferner an der Lettner- (Altar-) Wand die Reliefs David undDaniel einerseits, Salomo und ein Prophet andrerseits ; endlich die in Holzausgeführten, bemalten Rundfiguren der Kreuzigung mit Maria und Johan-nes , frei oben auf der gedachten Wand stehend. (Puttrich, Denkm. I.Serie Wechselburg. Bl. 2 — 5 u. 9—12. — Förster, Bildnerei 1, 13 —15u. 1 Taf., 2, 19—22 u. 3 Taf.) Dem Meister dieser Wechselburger Scul-pturen, oder doch der Mitwirkung desselben werden ebenfalls zugeschriebendie (restaurirten) ursprünglich bemalten Bildwerke an der goldenen Pforte
I) Viele andere Thürlünetten , meist mit Symbol. Darstellungen, abgebildet inPuttrieh, Systemat. Darstell. Bl. XI.
0 11 e 7 Kunst-Archäologie.
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