Byzantinisch - Romanische Epoche.
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gaben über die Entstehungszeit und die Verfertiger dieser sächsischen,wie mehrerer derselben Richtung angehörenden, doch jener an ideel-lem Gehalt und Adel nicht gleich kommenden, mehr naturalistischenfränkischen und westfälischen Sculpturen. Der Fülle der Steinarbei-ten gegenüber befinden sich die Gusswerke in auffallender Minderzahlund erscheinen meist dem handwerksmässigen Betriebe verfallen. Beiden Goldschmiedearbeiten wird statt des kostbaren Goldes meist nurvergoldetes Silber, am häufigsten aber vergoldetes Kupfer oder Mes-sing angewendet; die auf denselben vorkommenden Gravirungen undEmaillen zeugen oft von bedeutender Geschicklichkeit der Künstler.')In der Entwickelungsgeschichte der Malerei bilden nur die Miniatureneine ununterbrochene Reihenfolge, da die wenigen erhaltenen über-dies entweder sehr beschädigten oder durch moderne Restaurationenveränderten, zum Theil grossartigen Wandmalereien erst dem Beginnedes XIII. Jahrh. anzugehören scheinen, aus welcher Zeit auch die äl-testen auf uns gekommenen seltenen Reste der Glasmalerei herrühren.Der Fortschritt in den Büchermalereien ist in der ersten Hälfte desXII. Jahrh. kaum nennenswerth, zeigt aber später einen sehr bedeu-tenden , bis zur Mitte des folgenden Jahrhunderts andauernden Auf-schwung.
Vergl. Schnaase, Ivunstgesch. IV. 2, 511. 514 — 519. V, 620-—1113.653 — 688. 705—712. 743—765. 785—804. — Kugler, Ivunstgesch. 2, 168—171. 180 — 185. 186 — 189. 256 —266. 276 —290. — Lübke, Gesch. derPlastik S. 295 — 309.
a. Erzgüsse. Unter den oben S. 220 angeführten Taufgefässen sindnur das Lütticher (Nota 1), das Osnahrücker und das Hildeshei-mer (Nota 2) in künstlerischer Beziehung von Bedeutung. Die Reliefs desersteren sind in naturgeinässer, ungezwungener Darstellung der Figurenfür die Frühzeit des XII. Jahrhunderts bewundernswert!!. Das OsnabrückerBecken ist bei weitem später, viel schlichter gehalten und zeigt nur ein-zelne Gestalten , unter denen der bei der Taufe Christi dienende Engel inseiner nicht ungeschickten Bewegung das Streben nach dramatischem Aus-druck verräth. Das Taufbecken im Dome zu Hildesheim zeigt streng ty-pisch gezeichnete, aber ausdrucksvolle Figuren und ist auch durch diekunstgerecht durchgeführte Symbolik des Taufsacraments ausgezeichnet. —
1) Die Goldschmiedekunst wurde frühzeitig nicht bloss in den Klöstern, sondernauch an den Höfen der Fürsten von Laien betrieben, die zu den Hausgenossen (un-freien Dienern) derselben gehörten, und deren Hauptgeschäft in der Anfertigung derMünzen bestand. Ausser diesen gab es aber auch selbständige Gold- und Silberarbei-ter und Kaufleute, die mit Gold - und Silberwaaren handelten und zugleich Geld-wechsler waren. In Wien findet sich schon zu Anfang des XII. Jahrh. eine »strataaurifabrorum Vergl. die eingehenden Bemerkungen bei Zappert, Geo., Wien’sältester Plan (aus den Sitzungsberichten der k.k. Akademie der Wissensch. 21, 399 ff.)S. 11 — 38 (407 —434).