Byzantinisch - Romanische Epoche.
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lenden Schmelzwerke atif dem Theophanukreuze in Essen : deutsche Arbeitin veränderter Technik (email champleve)- um 1050 ; zwei goldene Kreuzein der Schlosskapelle zu Hannover mit emaux champleves, Geschenkeder Gertrud von Braunschweig und ihres Bruders, des Markgrafen Egbertvon Meissen, um 1068 — 1090.
Als Arbeiten einer sehr mühsamen Technik sind die drei aus Berg-krystallen von seltener Grösse geschnittenen Flacons im Zither zu Qu e d-linhurg (oben S. 157 Nota 3) zu erwähnen, von denen das kleinste, nachder auf dem Silberheschlage befindlichen Inschrift ein Weihgeschenk KaiserOtto’s III., mit den beiden grösserengleichzeitigerscheint: die Zeichnungdes antikisirenden Ornaments ist gut, die Schleifarbeit aber noch ziemlichungeschickt.
e. Aus der grossen Zahl der mit Miniaturen ausgestatteten Codiceshebt Waagen (Gesch. der Malerei S. 7 ff.) folgende hervor: In St. Gal-len ein fragmentarischer Codex (No. 338) mit einigen Bildern des MönchesGottschalk in breiter antiker Behandlungsweise. Für Schwaben dasvon dem Augsburger Bischöfe St. Ulrich (f 973) geschriebene Evange-listarium mit den in antiker Auflassungsweise, doch in bunten Farben undmit fehlerhaften Gewandmotiven ausgeführten Darstellungen der Evange-listen und des Erzengels Michael in der Hofbibliothek zu München. FürBayern ein Evangelienbuch aus Tegernsee von 1017 —1048 mit den strenggezeichneten und sauber ausgeführten Evangelisten, ebendaselbst No. 31.Für Franken ein ebendaselbst (IV. 2. 6) befindliches um 1000 geschrie-benes Evangeliarium, dessen Bilder von vier verschiedenen Malern herrüh-ren , ein Missale (ebd. Schublade B No. 7), 1014 von Kaiser Heinrich II.dem Bamberger Dome geschenkt, mit sieben Bildern von mehreren Künst-lern (vergl. Förster, Malerei 2, 18 u. 1 Taf.), ein Evangeliarium (ebd.Schublade B No. 4), ein Geschenk desselben Kaisers an denselben Dommit 46 Bildern (vergl. Förster a. a. O. S. 15—18 u. 3 Taf.), und einvon eben demselben herrührendes Evangelistarium (ebd. Schublade B No. 2)mit grossen, aber rohen Bildern, zum Theil Wiederholungen aus dem vor-genannten Codex: alle diese Miniaturen mehr mit zart verschmolzenen sau-beren Farben auf mehrfarbigen Hintergründen, auch auf Goldgrund, selbstauf einem Schachbrettgrunde, mehr oder weniger unter byzantinischen Ein-wirkungen. Für Sachsen ein Evangelienbuch im Zither zu Quedlin-burg (No. 65), geschrieben von dem Priester Samuhel in Goldschriftmit rohen Evangelistenbildern in saftig pastosen Farben, vielleicht aus derZeit K. Heinrich’s I., und drei Evangelienbücher im HildesheimerDomschatze (das eine geschrieben vom Diaconus Guntbald), Geschenkedes Bischofs Bernward (993— 1022) , deren Bilder in der Kunstweise ganzmit denen der vorhin genannten Bamberger Codices Übereinkommen , nuretwas roher sind. Für Westfalen , zwei Evangeliarien aus Paderborn inder Dombibliothek zu Trier, minder bedeutend, doch mit vielem Geschickin den Initialen. — Für Rheinland , das Evangelistarium des BischofsEgbert von Trier (975 — 993), gefertigt von den Reichenauer MönchenGeralt, Heribert und vier anderen , mit 57 grossen Bildern , zumeistvon gutem Geschmack und in den lichten Farben sich antiker Ueberliefe-rung anschliessend (vergl. Kugler, Kl.. Sehr. 2, 339 1'.), in der Stadt-