Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
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Tausend

e ine N a ch t.

Eatilatlas entschuldigte seineGattin jedoch damit, daß er gar zu lange ausgebliebe»,und Hamamatelliwa ihn wahrscheinlich schon längst als todt betrauerte. Um zuerforschen, ob er ganz aus ihrem Herzen verdrängt worden, oder ob sie, wenn sie ihnnoch beim Leben wüßte, ihn immer noch verziehen würde, befahl er dem Gärtner, ihmdie schönsten Blumen aus dem Garten zu bringen, nebst einem Korbe voll Bananen-blätter. Er ließ sich dann die Hände anliegend an den Körper binden, sich ganzmit Bananenblättern umwinden und diese dicht mit Blumen bestecken. Weiter ließ er sichzwei ebenfalls mit Bananenblättern und Blumenkränzen umwundene Stelzen an dieBeine heften, und als er so ganz die Gestalt eines Blumenmannes hatte, wie sie häufigbei Hochzeiten Vorkommen, sagte er zum Gärtner:Laß mich als Hochzeitsgeschenk vondir in's Brautzimmer tragen." Hamamatelliwa war im Bade, als er in ihr Zimmergestellt ward. Sobald sie festlich geschmückt ui ihr Zimmer trat, von Sklavinnen begleitet,die sie mit wohlriechendem Wasser bespritzten, ging sie auf den Blumenmann zu undsagte ihren Sklavinnen:Seitdem Satilatlas von mir geschieden ist, habe ich keineso schöne Blumen mehr gesehen." Diese Worte waren für Satilatlas von guterVorbedeutung; doch schwieg er noch und sah bald den jungen Gatten mit Musikern undSängerinnen in's Brautgemach treten. AlleÄ. entkernte sich nach und nach, und er blieballein bei Hamamatelliwa. Kann: hatte aber die letzte Sklavin die Thüre geschlossen,so wollte der sinnliche Mann, ohne ein Wort zu sprechen, Hamamatelliwa in seine