Ncmchundert und zweiundneuiizigfte dlachl.
Wahrheit zu ergründen, als Hasans Gattin rufen zu lassen und sie zu fragen, welchervon Beiden ihr Gatte sey. Sie sah Beide lange an, ohne daß es ihr möglich war,den wahren Galten vom falschen zu unterscheiden. Da sagte ihr Zäher: „Hat deinGatte nicht irgend ein Mal oder ein anderes Merkmal am Körper, woran du ihnerkennen kannst?" — „Mein Gatte," antwortete die Schullchrerin, „hat einen dunkel-braunen Flecken auf dem linken Arme." Da untersuchte Zäher Beide und fand diesenFlecken nur an dem, welcher in der Kiste war. In diesem Augenblicke zog Ali einkleines Spiegelchen aus der Tasche, und siehe da! er hatte wieder seine frühere Gestaltund denselben Anzug, in welchem ihn Zäher in jener Nacht kämpfend im Schlossegesehen. „Wer bist du?" fragte ihn Zäher erstaunt, „und wie gelangtest du zurFähigkeit, solche Wunder zu üben?" — „Ich bin Ali, der Sohn Hasans," antworteteder junge Mann. „Mein Vater hatte sechs Kinder vor mir, drei Söhne und dreiTöchter, welche alle bald nach ihrer Geburt wieder starben. Als meine Mutter mit mirschwanger war, betete sic zu Gott in der Nacht Al Kadr, daß er ihr einen Sohnschenke, der beim Leben bleibe und einst zu den Heilige» gezählt werde. Dieses Gcbct-ward erhört; meine Mutter ward ganz schmerzlos entbunden, und ich war schon beimeiner Geburt so schön und so stark, daß ein Jeder mich bewunderte. Sobald ich zusprechen anfing, sah man, daß mein Geist nicht minder ausgezeichnet als mein Körperwar. Von der Schule an, wo ich lesen und schreiben lernte, bis zu der, wo ich