Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
844
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Neunhundert »nd stebenundsechzigste Nacht.

Beibars war kaum mit einigen tausend Reitern von Kabira abgereist, als einBote mit einem Briefe von Muzfir, Statthalter von Haleb, zu ibm bereintrat. inwelchem er ihm meldete:Zwei Fürsten, von denen der Eine Beibars' Bruder undder Andere dessen Neffe ist, sind mit zweitausend Mameluken aus Cbuaresm bierangelangt, um Beibars im Namen ihres Vaters und (Großvaters Djemk, König vonDerbend, von dir zurückzufordern und dir statt seiner zweitausend Mameluken zu schenken.Sie wollen hier deine Antwort abwarten; daher bitte ich dich, mir zu schreiben, wie ichmich gegen sie zu verhalten habe."

Salech schrieb an Muzfir, BeibarS' Verwandte würden ihm willkommen seyn,und was ihren Wunsch, BeibarS seinem Vater zurückzubringen, angehe, so hängedessen Erfüllung ganz von Beibars selbst ab, der sich gegenwärtig als Statthalter inAlexandrien aufhalte; sie könnten sich daher selbst zu ibm begeben und ihn fragen, ober ihnen in sein Heimathland folgen wolle.

Beibars ergriff indessen in Alerandrien die strengsten Maßregeln gegen alle ihmverdächtigen Personen und war besonders gegen die Christen so hart, daß sie sich beiSalech über ihn beklagten. Seine Feinde Djawan und Eibek unterstützten dieseKlagen und sagten:Auf diese Weise wird Alerandrien bald eine öde, menschenleereStadt seyn." Schahin aber entschuldigte ihn, indem er behauptete, ein Dritthcil derStart dürfe wohl zum Heil der übrigen zwei Drittheile geopfert werden. In der Thalhörte man nun zwanzig Tage lang von keinem Diebstahle mehr, so daß Djawanbefürchtete, Martin wage es nun nicht mehr, sich zu zeigen, und Beibars werdeobne Gefahr die Ruhe und Sicherheit in Alerandrien handhaben können. Er wuschsich daher mit einem scharfen Wasser, das ihm seine ganze Haut entzündete, ging zuSalech und sagte ihm, er bedürfe zu seiner Genesung einer kleinen Luftveränderungund wolle daher auf kurze Zeit nach Alerandrien reisen. Salech willigte ein und gabihm Briefe an Beibars mit. Am folgenden Tage langten auch Beibars' BruderTakt» mar und sein Oheim Eidigmasch in Kahira an, und da sie sogleich ihreReise nach Alerandrien fortsetzten, trafen sie zu gleicher Zeit mit Djawan daselbst ein,und Bei bars gab zu ihrem gemeinschaftlichen Empfange ein großes Fest. Sobald aberMartin dies vernahm, ging er wieder mit seinen Gesellen aus, raubte einige Kindervon der Straße, ermordete zwei Soldaten, welche vor dem Arsenale Wache hielten, undstahl die besten Waffen daraus. Beibars ward am andern Morgen wie seine Vorgängermit Klagen und Vorwürfen überhäuft, so daß auch er beschloß, den nächsten Abendselbst die Runde in der Stadt zu machen, um den Uebelthätern auf die Spur zu kommen;