Neunhundert und dreiuudsechzigstc Macht.
Nachtgcbete ging dieser mit Mari am in die Moschee und forderte sie auf, den
JslaniismnS anzunehmen, über dessen Grundzüge er sie schon vorher belehrt hatte.Maria», war so ergriffen, daß sie ausrief: „Ich bekenne, daß es nur einen Gott gibtund daß Mohammed sein Prophet!" In diesem Augenblicke erschien ihr der PriesterSchamin. Maruf, der ihn nicht kannte und glaubte, ein fremder Mann habe gegenden Befehl des Aufsehers sich in die Moschee eingeschlichen, wollte sein Schwert gegen
ihn ziehen; aber er trat Marian, entgegen und sagte ihr: „Heil dir! dein Traum ist
nun zum Theil erfüllt; durch einen Sohn, den du zeugen wirst, wird er einst ganz inErfüllung gehen; auch mir hat Gott die Augen geöffnet und mein Herz für den Islamempfänglich gemacht."
Nach einigen Tagen kehrte Mariam als Marufs Gattin mit ihm nach Jafa
zurück, und als ihre Leute sie ausforderten, sich wieder mit ihnen einznschiffen, erklärtesie, sie werde nie mehr in ihre Heimath zurückkehren. Die Genueser waren dahergenölhigt, allein abzusegeln, um ihrem König von dein Vorgefallenen Bericht zu erstatten.Ninhana ward so ergrimmt, daß er sogleich eine Flotte ausrüstete und nach Syriensandte. Die Genueser fielen verheerend in Syrien ein, eroberten Jafa und Namla und»öthigten Maruf und Mariam, sich in ein befestigtes Kloster zwischen Ramla undJerusalem zu werfen. Die Truppen, welche in Jerusalem lagen, suchten vergebens dieChristen zurückzutreiben; sie wurden geschlagen, und nur ein schneller Rückzug nachJerusalem konnte sie vor gänzlichem Untergänge retten. Inzwischen erhielt aber derSultan Salech durch den Statthalter von Jerusalem Kunde von der Niederlage derMuselmänner, und Bei bars ward mit zwanzigtausend Mann nach Syrien geschickt.Beibars traf die Christen um das Kloster gelagert, in welches Maruf sich mitMariam geflüchtet,hatte; Alles war schon zu einem Sturme vorbereitet, als er siePlötzlich überfiel, Mehrere ihrer Häuptlinge gefangen nahm und ihnen eine solcheNiederlage beibrachte, daß nur Diejenigen, welche dem Meere zueilten und aufihren Schiffen eine Zuflucht suchten, verschont blieben. Als die Ueberbleibsel der Christen»ach Genua zurückkehrten und Ninhana von dem Vorgefallenen Bericht erstatteten,ließ er seine Räthe zusammciirufen und theilte ihnen seinen Entschluß mit, sich selbst andie Spitze einer zahlreichen Armee zu stellen, um seine Tochter zurückzuholen und an denMuselmännern Rache zu nehmen. Da sagte Einer seiner Viziere: „Mächtiger König!Gern werden wir Alle unser Leben und unser Gut für die Befreiung der PrinzessinMariam opfern; ehe du jedoch einen so schwierigen Krieg beginnst, versuche es, anSalech zu schreiben, daß er dir deine Tochter wieder verschaffe; erst wenn er sich