Neu»!,lindert und zwciundfniifzigste Nacht.
möchte lebensgefährlich scyn, und lief davon. Gegen Abend trat er IN eine Höhle,einige Meilen vor Damaskus, nm darin die Nacht zuzubringen; es war die siebenund-zwanzigste des Monats Namadhan, die Nacht der Bestimmung genannt, weil Gott indieser Nacht manches fromme Gebet erhört und die Wünsche des Betenden erfüllt. Kaumhatte er sich in dieser Höhle niedergelassen, da trat ein Kamecltrciber zu ihm Verein,der nicht minder bestürzt als er aussah, und setzte sich neben ihn. Bald darauf kamein Vogeljäger und zuletzt ein Stallmeister. Nach gegenseitigem Gruße sagte Beibars:„Ein Jeder von uns erzähle, weßhalb er in diese Höhle gekommen, und ich will selbst
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de» Anfang machen." Alö er hierauf erzählte, daß er das Kind seines Herr» fallenließ und ans Furcht hierher geflohen sey, sagte der Kamceltreiber: „Ich habe das schönsteKameel meines Herrn auf der Weide verloren und lange vergebens gesucht; auch ichwagte es nicht, nach Hanse zurückzukehrcn, und floh dcßhalb hierher." — „Und ich,"sagte der Vogcljäger, „vermisse meinen besten Falken, ohne den ich mich vor meinemHerrn nicht sehen lassen mag." — „Und mir," sagte der Stallmeister, „ist das leicht-füßigste Pferd davongelaufen, darum kehrte auch ich nicht mehr in die Stadt zurück." —„Diese Nacht ist die Bestimmungsnacht," sagte Beibars; „lasset uns mit zerknirschtemHerzen zu Gott beten, vielleicht hilft er uns." Nun flehte Jeder Gott um das Wicder-finden des Verlorenen an; Beibars aber betete: „Herr, laß mich ein aus deinemPfade glücklich kämpfender Sultan werden." Cs war eine segenreiche Stunde, die
Tausend und eine Nackt. IV.
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