Druckschrift 
4 (1841)
Entstehung
Seite
787
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Neu»hundert und fünfzigste Nacht.

gedeihende Mabmud Schah die größte Freude seines Vaters war, nahmen sie ihneines Tages heimlich mit sich auf die Jagd, vertieften sich in einen entlegenen Wald undbanden ihn, um ihn zu schlachten. 'Nidha zog schon sein Schwert aus der Scheide;aber Tilah konnte cs doch nicht über sich gewinnen, seinen Neffen vor seinen Augenschlachte» zu lassen; er bat daher Nidha, ihn lieber in eine Höhle, welche dort in derNähe war, zu werfen, und ihn dort allein vor Hunger und Durst sterben zu lasse».Ridha warf ihn gebunden in di^ Höhle, zog ihm aber vorher seine Kleider aus,

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bespritzte sie mit Blut, ließ dessen Pferd los und ritt wieder nach Hause zurück. IMahmud Schah ward überall gesucht, bis man endlich sein Pferd und seine Kleiderfand; da glaubte Jeder, ein wildes Thier habe ihn gefressen, und Djemk rief höchstbestürzt aus:Es gibt keinen Schutz und keine Macht, außer bei Gott dem Erhabenen!"Als Mahmud in der Höhle war, betete er zu Gott, er möchte ihn doch nicht ehersterben lassen, bis er seine Oheime vor der Höhle geschlachtet sehe; dann blieb er zweiTage und zwei Nächte ruhig sitzen, ohne zu essen noch zu trinken. Am dritten Tageging ein Derwisch an der Höhle vorüber, und da es sehr heftig regnete, wälzte er dieSteine, welche Dsemks Oheime vor dieselbe gelegt hatten, weg, ging mit einemBündel Holz hinein und zündete cs an, um sich daran zu erwärmen. Da sah er denjungen Mahmud und dachte: Gewiß hat irgend ein Tartar diesen Jungen geraubtund ihn einstweilen hier verborgen, bis er Gelegenheit findet, ihn fortzuschaffcn. Er