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Neunhundert und neunundvierzigste Nacht.
Äm dritten Tage sandte der König Schah Bend Dsemk in den Diva»; er gehorchteseinem Vater, aber Schweißtropfen bedeckten seine Stirn vor Angst und Schani, und als derTag zu Ende war, bat er seinen Vater, ihm nie mehr ein so schweres Amt zu übertragen.„Ich kam mir vor," sagte er, „wie ein schwaches Lamm, das mächtige Löwen umgeben." —„Du allein bist würdig, mein Nachfolger zu werden!" sagte der König zu seinem jüngstenSohne Djemk, und gleich am folgenden Tage ließ er die Illema, die höchsten Staats-beamten und Anführer der Armee versammeln und Djemk als ihrem einstigen Könighuldigen. Bald darauf starb Schah Bend, Djemk bestieg den Thron seines Vaters ^und ernannte seine beiden Brüder zu seinen Viziereu. Aber diese grollten Djemk in,ihrem Innern und trachteten auf Mittel, ihn vom Throne zu stürzen; ja sie gingen inihrem Hasse so weit, daß sie ihn dem Magier Seif Alnar (Fcucrschwert), mit welchem !er in Fehde wegen des verweigerten Tributs war, ausliefern wollten. Glücklicherweise ^ward Djemk von ihrem ruchlosen Vorhaben durch seinen Schatzmeister, auf dessenMitwirkung sie zählen zu können glaubten, in Kenntniß gesetzt; aber statt seine Brüderzu bestrafen, verkleidete er sich als Derwisch, verließ heimlich seine Residenz und reistenach Chuaresm. Bedr Schah, der damalige König von Chuaresm, war gerade ans