Neunhundert und einundvierzigste Nacht.
9!icht minder wunderbar sind die Thaten seines Nachfolgers Kamel, die wir aberans demselben Grunde auch übergeben müssen. Kamel war der gcliebteste Sohn dessyrischen Königs Abu Be kr Adel, weßhalb er ihm auch nach Sa lach Ed di ns TodEgypten schenkte; er trat in die Fußstapfen seines Onkels und wurde von den Franke»ebenso gefürchtet, wie von den Seinigen geliebt. Alle seine Vorgänger übertraf aberan Herrschertugend sowohl als an Frömmigkeit der nach Kamels Tod zum Sultanerwählte Salech, dessen eigentlicher Name Ayub war und der in der Folge den BeinamenNadjm Eddin hStern des Glaubens) erhielt; er heiratheie bekanntlich seine CousineSchadjrat Eddur, von welcher wir in der Folge noch reden werden. Er rief zuerstMameluken aus Syrien nach Egypten, als er von seinem Oheim vcrrätherischerweisegefangen wurde und nur durch ihren Beistand gerettet werden konnte. Der ChalifMustaßem war zu dieser Zeit schon sehr bejahrt und viel zu schwach, um die Jntriguenseines Viziers Alkanir zu durchschauen. Dieser ruchlose Mann war in seinemInnern ein Schiite und stand im Einverständnisse mit Hulaku, an den er zuletzt dieHauptstadt und den Chalifen verrietst. Aber Salech eilte mit seinen Truppen herbei,vertrieb Hulaku aus Bagdad und setzte Mustaß eins Sohn zum Chalifen ein. Aufseiner Rückkehr nahm er in Syrien viele Festungen ein, die noch in den Händen derFranken waren; che wir aber das Nähere darüber erzählen, müssen wir, wie schonerwähnt, den Leser mit einigen Männern bekannt machen, die sowohl jetzt schon alsspäter unter Beibars eine Hauptrolle spielen.
Der verruchte Priester Djavmn (Giovanni) der Verrächer.
In dem Lande der Christen wohnte ein Patriarch mit Namen Bi sch ran, welcherder gelehrteste Mann seiner Zeit war; er hatte drei Söhne, der eine hieß Sikrak,der andere Karsimun und der dritte Jßfut. Sikrak war Prior des Säulcnklosters,