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Neunhundert und achtzehnte Nacht.
Die listige Dalilah.
Hur Zeit des Chalifen Harun Arraschid lebten zwei schlaue und listige Männer,welche dem Gouverneur von Bagdad so wesentliche Dienste leisteten, daß der Chalifsie als Polizeipräfekten anstellte und Jedem von ihnen eine Wache von vierzig Mannzur Verfügung stellte. Der Eine von diesen, welcher Ahmed Dens hieß, sollte für dieSicherheit des Reichs auf dem Lande und der Andere auf dem Wasser sorgen; Jedererhielt ein Ehrenkleid vom Chalifen und einen monatlichen Gehalt von tausend Dinaren.Als dies Sei nab, die Tochter des verstorbenen Polizeipräfekten, hörte, sagte sie zuihrer Mutter Dalilah: „Sieh einmal, wie der Chalif zwei hergelaufene Männerbegünstigt, während wir ohne Ansehen und ohne Gehalt ein ärmliches Leben führenmüssen." Dalilah, welche durch ihre List und Schlauheit eine Schlange aus ihremNeste zu locken wußte, und bei der Jblis (der Teufel) selbst noch hätte Unterrichtnehmen dürfen, antwortete ihrer Tochter: „Habe nur Geduld, ich werde Streicheausführcn, die meinen Ruf bald über den der beiden jüngst ernannten Polizeipräfektenerheben werden, so daß der Chalif mir den Gehalt meines seligen Gatten wird fort-bezahlen lassen." — „Wie?" sagte Sei nab erstaunt, „du wolltest es versuchen, mitHasan Schuman und Ahmed Denf zu spielen? So weit geht deine List undSchlauheit nicht." Dalilah gab ihr statt aller Antwort eine Ohrfeige, zog ein wollenesKleid mit einem breiten Gürtel an, wie die sich Gott weihenden Frauen zu tragen